{"id":619,"date":"2017-08-16T09:23:36","date_gmt":"2017-08-16T09:23:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gulis.at\/schreiben\/?p=619"},"modified":"2024-06-21T08:38:08","modified_gmt":"2024-06-21T08:38:08","slug":"teil-8-im-kampf-an-der-arbeitsfront","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/teil-8-im-kampf-an-der-arbeitsfront\/","title":{"rendered":"Serie: Allen was gemeinsam, Teil 8: Im Kampf an der Arbeitsfront"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Burnout und was daran falsch l\u00e4uft!<\/strong><\/h4>\n<p>Petra<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> ist seit vielen Jahren mit vollem Einsatz dabei. Sie ist Mitarbeiterin einer Einrichtung im Sozialwesen. Nach der Matura hat sie die Fachhochschule f\u00fcr Soziale Arbeit besucht, ihren Bachelor gemacht, bald danach zu Arbeiten begonnen. Nach einigen Jahren Berufsleben hat sie sich <img decoding=\"async\" class=\"wp-image-966 alignright\" src=\"http:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/kran-mit-arbeiter.jpg\" alt=\"\" width=\"188\" height=\"141\" \/>entschlossen, neben der Arbeit ein Master Studium zu beginnen. Alle bescheinigten ihr, dass sie hervorragende Arbeit leistete, theoretisches Wissen mit ihrer praktischen Erfahrung verbunden hat, bestens vernetzt war. Petra hatte Freude an ihrem Beruf, war voll dabei. Wenn es einmal ein paar Stunden mehr wurden, um die Arbeit zu erledigen, wurden die von ihr nicht auf die Waagschale gelegt, sie machte das gerne.<\/p>\n<p>In der Organisation vollzog sich seit Jahren schon ein Wechsel der Priorit\u00e4ten. Unter dem Aspekt der Effizienz und der Qualit\u00e4tssicherung waren nach und nach sogenannte Tools eingef\u00fchrt worden, die die Organisation schlagkr\u00e4ftiger, effektiver und kostenbewusster machen sollten. Indikatoren und Parameter, Kreisl\u00e4ufe der Wirkungsorientierung und Bench Markings waren somit keine Fremdw\u00f6rter mehr, sondern Arbeitsalltag. Nachweisbarkeit des Erfolgs der Organisation und diesen zu messen, wurde somit zur Priorit\u00e4t erhoben. Niemand hatte etwas dagegen, dass man nicht nur effektiv (was getan wird) sondern auch effizient (wie es getan wird) zu arbeiten hatte.<\/p>\n<p>Von Jahr zu Jahr wurde deutlicher, dass an allen Ecken und Enden gespart wird. Effizientes Verwalten hie\u00df auch einsparen. Die \u00f6ffentlichen F\u00f6rdergelder wurden weniger, die Anforderungen \u2013 sprich Kennzahlen, sprich KlientInnenzahlen, sprich Dauer der Beratung usw. \u2013 h\u00f6her; gleichzeitig aber die Regelungen und Einschr\u00e4nkungen immer rigider, die Kontrolle immer genauer, die B\u00fcrokratie stieg. Und so begann die Organisation Mittel zu k\u00fcrzen, wo es eben ging: Ressourcen, die fr\u00fcher selbstverst\u00e4ndlich waren, standen nicht mehr zur Verf\u00fcgung. Supervision wurde begrenzt. Weiterbildung konnte man nicht mehr so einfach in Anspruch nehmen. Personal wurde abgebaut bzw. durch junge Teilzeitkr\u00e4fte ersetzt, vermehrt PraktikantInnen eingesetzt.<\/p>\n<p>Das Denken wurde von der \u00d6konomie beherrscht \u2013 Budgets und Kost<img decoding=\"async\" class=\"wp-image-1302  alignleft\" src=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Obstverkaeuferin-300x246.jpg\" alt=\"\" width=\"202\" height=\"166\" srcset=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Obstverkaeuferin-300x246.jpg 300w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Obstverkaeuferin-1024x839.jpg 1024w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Obstverkaeuferin-768x629.jpg 768w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Obstverkaeuferin-750x614.jpg 750w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Obstverkaeuferin.jpg 1441w\" sizes=\"(max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/>enstellen, Einsparungspotenziale und Fragen nach der Anspruchsberechtigung wurden laut. Die Angst ineffizient zu arbeiten oder gar Missbrauch zu zulassen, begann sich wie ein Virus in der Organisation zu verbreiten. Da passte das Innenleben der Organisation mit den allgemeinen Trends, drau\u00dfen in der Welt zusammen. Da die Organisation unter anderem \u00f6ffentliche Gelder erhielt, wurde der Effizienz- und Austerit\u00e4tskurs der \u00f6ffentlichen Hand (Stadt, Land und Bund) \u00fcberall sp\u00fcrbar.<\/p>\n<p>Petra machte unbeirrt weiter. Sie sp\u00fcrte, dass es anders wurde. Dass das Wohl der KlientInnen nicht mehr im Mittelpunkt stand. Es stieg der Aufwand der Dokumentation, ihr Anteil an Kontrollt\u00e4tigkeiten wurde immer mehr. Sie musste sich f\u00fcr Ausgaben rechtfertigen, denn ihre Arbeitsaufgaben richteten sich nach den Auftr\u00e4gen, die die Organisation f\u00fcr die \u00f6ffentliche Hand \u00fcbernahm. Sie wurde dort eingesetzt, wo man sie brauchte. Ob das ihr gefiel oder nicht, war dabei ohne Belang. Auch ihre Mehrleistungen wurden weder honoriert, noch gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Als eine Leitungsstelle in der Organisation neu zu besetzen war, machte sie sich gro\u00dfe Hoffnungen, diese zu bekommen, nicht umsonst hatte sie ja schlie\u00dflich ein Studium absolviert. Doch daraus wurde nichts, ein Kollege, der vor drei Jahren kam, erhielt die Stelle. Das kr\u00e4nkte sie.<\/p>\n<p>Hinweise, dass mit Petra etwas nicht mehr in Ordnung war, gab es in letzter Zeit einige. Sie wurden aber weder von ihr, noch von der Leitung ernst genommen. Sie banalisierte, wenn man sie darauf ansprach und spielte ihre Frustration herunter, ignorierte die Zeichen. Im Falle von Petra fruchteten schlie\u00dflich rationale und beruhigende Anweisungen nicht mehr. Ihr Rad, in dem sie drinnen steckte, lief immer schneller, wurde von ihr selbst angetrieben, durch sie selbst in Schwung gehalten und durch die Au\u00dfendynamik befeuert. Sie tat immer mehr vom selben. Das war zu viel. Wollten Vorgesetzte sie von der Arbeit befreien, sie entlasten und in den Urlaub schicken \u2013 f\u00fcr eine Atempause \u2013 empfand sie das als Affront und Kritik an ihrer Arbeit. Bis nichts mehr ging. Bis das \u201eSystem Petra\u201c k\u00f6rperlich und geistig zusammenbrach.<\/p>\n<p><strong>Tiefpunkt<\/strong><\/p>\n<p>Was bei einem solchen Zusammenbruch passiert, ist f\u00fcr Au\u00dfenstehende schwer nachzuvollziehen. Aber er stellt den Endpunkt eines langen Prozesses des \u201eAusbrennens\u201c dar, in dem die Kr\u00e4fte schwinden, keine Perspektiven mehr gesehen werden, die M\u00f6glichkeiten aus dem Kreislauf auszusteigen, scheinbar immer kleiner werden. Viele der Gef\u00e4hrdeten ziehen sich zur\u00fcck, machen immer mehr vom selben und ziehen sich so selbst immer tiefer in den Strudel, k\u00f6nnen auch nicht mehr abschalten. Fr\u00fchzeitige Hilfen, die von au\u00dfen angeboten werden \u2013 Supervision, Stundenreduzierung, Auszeiten\/Karenz u.\u00e4. \u2013 k\u00f6nnen von den Personen selbst h\u00e4ufig nicht mehr angenommen werden. \u201eMan sei ja nicht krank\u201c oder \u201eman schaffe das schon, ist nur eine vor\u00fcbergehende Schw\u00e4che\u201c sind dabei oft zu h\u00f6ren. Die \u00dcberforderung betrifft K\u00f6rper und Geist.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich geht es \u2013 wenn der Zusammenbruch da ist \u2013 ohne multidisziplin\u00e4re Hilfe nicht mehr. Der Tiefpunkt stellt oft den Beginn einer langsamen und langwierigen R\u00fcckkehr in ein einigerma\u00dfen normales Leben dar und das ist keineswegs gesichert. Arbeitsf\u00e4higkeit kann oftmals nie mehr erreicht werden.<\/p>\n<p>Diagnose Burnout<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. \u00a0Ein psychischer und physischer Ausnahmezustand, ein Zusammenbruch des Systems. Das ist nicht \u201e\u00fcberarbeitet, gestresst oder urlaubsreif\u201c. Burnout ist ein bedrohlicher \u2013 ja lebensbedrohlicher \u2013 Ausnahmezustand, der mit allen zuvor erlebtem wenig zu tun hat.<\/p>\n<p><strong>Gegens\u00e4tze<\/strong><\/p>\n<p>Die \u00f6ffentlichen Debatten sind voll der Warnungen von Stressbelastungen und den Dynamiken in der Arbeitswelt, die f\u00fcr Menschen \u00fcberfordernd sind. Erh\u00f6hets Arbeitstempo, permanente Lernbereitschaft, Notwendigkeit der Weiterbildung (update Gesellschaft), Konkurrenzdruck, Entsolidarisierung unter den MitarbeiterInnen und immer h\u00f6here Anforderungen an die Produktivit\u00e4t sind das eine, der immer gr\u00f6\u00dfer werdende Druck auf Arbeitsvertr\u00e4ge und die Flexibilisierung der Arbeitswelt sind das andere. Immer mehr Menschen leben \u2013 trotz guter Ausbildung und hohem Status \u2013 im permanenten Prekariat, bzw. stehen unter Druck, aus ihren Jobs hinauskomplementiert zu werden.<\/p>\n<p>Die strukturellen Entwicklungen, die Daumenschrauben, die hier durch die \u00e4u\u00dferen Bedingungen angezogen werden, sind hinl\u00e4nglich bekannt. Laut eines \u201eAK Arbeitsklima Index\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> ist jede\/r Dritte im Job Burnout gef\u00e4hrdet. Burnout kann fast schon als Volkskrankheit bezeichnet werden. Das wiederum birgt auch seine Gefahren in sich. Es wird mit dem Hinweis, dass so etwas heutzutage eh fast jeder einmal in seinem Leben habe, gerne trivialisiert. Die ausufernde Verwendung \u2013 nicht alles was stresst und an die Belastungsgrenze f\u00fchrt, ist gleich Burnout \u2013 macht den Begriff inflation\u00e4r. Und das bedrohliche Szenario eines Burnouts wird zu einer Auszeichnung, im \u201eaufopferungsvollen Kampf an der Arbeitsfront\u201c, das jede\/r, der\/die beweisen will, wie einsatzfreudig er\/sie ist, vorzuweisen haben sollte? Das kann es ja wohl nicht sein!<\/p>\n<p>In der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung und Diskussion finden wir eine schier grenzenlose Anzahl von Angeboten zur Burnout Behandlung und Pr\u00e4vention. \u201eKraft tanken, regenerieren, aus dem Hamsterrad aussteigen f\u00fcr einige Tage, Strategien entwickeln, wie man den Stress besser bew\u00e4ltigen kann und im Leben eind\u00e4mmen kann.\u201c<\/p>\n<p>S\u00e4tze wie diese sind sonderzahl zu finden und machen einerseits darauf aufmerksam, dass man doch fr\u00fchzeitig beginnen sollte, etwas f\u00fcr sich zu tun, um nicht in den Burnout Kreislauf zu gelangen. Also deutlich dem Trend folgend, dass man doch auch selbstverantwortlich sei. Andererseits beschleicht einem bei der Durchsicht der Angebote das Gef\u00fchl, dass es sich auch zum Teil um eine PR Masche handelt, die unter einem Label Produkte verkauft, um so an der \u201eWellness Welle\u201c teil zu haben.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Dass es f\u00fcr Burnout PatientInnen dringend Hilfe und Rehabilitation braucht, ist unbestritten und dass es f\u00fcr Menschen notwendig ist, fr\u00fch genug \u2013 also pr\u00e4ventiv \u2013 Ma\u00dfnahmen zu setzen, damit es nicht zu Burnout kommt, ist auch evident.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-970 alignright\" src=\"http:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Silos-.jpg\" alt=\"\" width=\"128\" height=\"192\" \/><\/p>\n<p>Auffallend dass jedoch fest an der Schraube der \u201eBelastungen\u201c, die zum zunehmenden Stress und der Dynamik in der Arbeitswelt f\u00fchren, im \u00f6ffentlichen politischen Leben st\u00e4ndig gedreht wird. Organisationen, die in ihren Werbekampagnen und PR Materialien \u2013 gro\u00df aufgemacht \u00a0&#8211; Burnout Prophelaxe anbieten, stehen oft gleichzeitig unter dem Einfluss von Parteien und parteinahmen Systemen, die st\u00e4ndig Forderungen erheben, die den Stress, den Druck in der Arbeitswelt weiter erh\u00f6hen, die Schutz von ArbeitnehmerInnen und den \u201eSchutz durch den Sozialstaat\u201c als Sozialismus brandmarken, die Prekariat und unsichere Arbeitsverh\u00e4ltnissen das Wort reden, die Start Ups und die damit h\u00e4ufige verbundene Selbstausbeutung als neue Innovation in der Arbeitswelt huldigen, die \u2013 kurz und b\u00fcndig \u2013 dem neoliberalen Zeitgeist inhaliert haben und wesentlich dazu beitragen, dass die grunds\u00e4tzlich schon schwierigen Verh\u00e4ltnisse in einer globalisierten, weltumspannenden, IT gesteuerten und von Wachstum dominierten Wirtschaft sich noch weiter dynamisieren; zu Lasten der Besch\u00e4ftigten.<\/p>\n<p>Dieser umfassende und massive Angriff durch Deregulierung und Flexibilisierung, die mit dem Zur\u00fcckdr\u00e4ngen des Staates einher gehen, der als Gesetzgeber immer seltener in der Lage ist, Schutzw\u00e4lle aufzubauen und Regeln zu veranlassen und diese auch durchzusetzen, hat mittlerweile auf breite Teile der arbeitenden Schichten &#8211; ob besch\u00e4ftigt oder selbstst\u00e4ndig spielt dabei wenig Rolle &#8211; massive Auswirkungen. Die Folgen am Einzelnen zu reparieren, sind erheblich und die damit verbundenen Kosten, die wir als Gesellschaft einsetzen m\u00fcssen, sind dabei immens.<\/p>\n<p>Zahlreiche Studien<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> belegen, dass \u201eBurnout\u201c vor allem auch jene besonders trifft, die in subalternen, administrativ eint\u00f6nigen, weitgehend fremdbestimmten Positionen arbeiten. Der einfache Beamte, der nach Vorschrift Akten bearbeitet und Befehle von Vorgesetzten entgegen zu nehmen hat; die Lehrerin, die mit zu gro\u00dfen, heterogenen Klassen arbeiten muss, ohne dass ihr Mittel daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden oder die Pflegekraft, die immer weniger Minuten pro PatientIn als Vorgabe vorgesetzt bekommt. Burnout ist keine Managerkrankheit und Luxusproblem der Einflussreichen, wie es gerne verkauft wird, sondern tief in der Masse der arbeitenden Bev\u00f6lkerung verankert.<\/p>\n<p>Bei Durchsicht der Vielzahl an Angeboten zur Burnout Prophelaxe f\u00e4llt auf, dass es in den meisten F\u00e4llen um die eigene Selbstoptimierung geht \u2013 mit dem Stress noch besser umgehen zu lernen. Nach dem Motto: \u201eSie haben ihre Ressourcen noch nicht optimal ausgesch\u00f6pft, um dem Stress begegnen zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-971 alignleft\" src=\"http:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_2085-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_2085-225x300.jpg 225w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/IMG_2085-rotated.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Dabei w\u00fcrde, wollte man Burnout ernsthaft entgegen treten, es dringend geboten sein, die Ma\u00dfnahmen von der individuellen \u201eWiederrichtung\u201c auf den Fokus zur strukturellen Ebenen zu lenken. Dort, wo der Arbeitsdruck immer st\u00e4rker, der Schutz f\u00fcr Besch\u00e4ftigte immer geringer und die \u00f6konomische Durchdringung aller Lebensbereiche immer penetranter wird. Selbst dort, wo sie eigentlich nichts zu suchen hat und zu verheerenden gesellschaftlichen Verw\u00fcstungen f\u00fchrt, wie Clemens Sedmak<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> dies ausf\u00fchrte, hat sie mittlerweile Einzug gehalten.<\/p>\n<p>Der Kern Sedmaks Aussagen: \u201eEs passiert etwas mit dem System, wenn Sie es rein nach Marktgesetzen ablaufen lassen und zweitens, es lassen sich nicht alle Gesetze des Marktes auf s\u00e4mtliche Lebenssph\u00e4ren der Menschen \u00fcbertragen, ohne dass etwas passiert, was nachteilig f\u00fcr Gerechtigkeits\u00fcberlegungen sein kann.\u201c<\/p>\n<p>In diesem Sinne, sei wieder einmal der strukturelle Blick und die entsprechenden politischen Augenmerke darauf gelenkt!<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Name ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Burn-out#Burnout_als_Diagnose<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> http:\/\/derstandard.at\/2000058071914\/Ueberlastung-im-Job-Jeder-Dritte-fuehlt-sich-Burnout-gefaehrdet?ref=rec<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> U.a. jene Metastudienanalyse von Richard Wilkinson, zum Thema Ungleichheit und Gesundheit, siehe \u201eKranke Gesellschaften\u201c (2001) und \u201eThe Spirit Level\u201c (2010) gemeinsam mit Kate Pickett.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Sedmak, Clemens: \u201eGesundheit f\u00fcr Alle &#8211; Ethik im Spannungsfeld. Er\u00f6ffnungsrede zum 15. Kongress Armut und Gesundheit, Berlin 2009.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Burnout und was daran falsch l\u00e4uft! Petra[1] ist seit vielen Jahren mit vollem Einsatz dabei. Sie ist Mitarbeiterin einer Einrichtung im Sozialwesen. Nach der Matura hat sie die Fachhochschule f\u00fcr Soziale Arbeit besucht, ihren Bachelor gemacht, bald danach zu Arbeiten begonnen. Nach einigen Jahren Berufsleben hat sie sich entschlossen, neben der Arbeit ein Master Studium &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/teil-8-im-kampf-an-der-arbeitsfront\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[369,375,368,380],"tags":[59,71,225,239,245],"class_list":["post-619","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allen-was-gemeinsam","category-gesundheit","category-serien","category-themen","tag-burn-out","tag-deregulierung","tag-neoliberalismus","tag-petra","tag-prophelaxe","item-wrap"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/619","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=619"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/619\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1303,"href":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/619\/revisions\/1303"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=619"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=619"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=619"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}