{"id":237,"date":"2013-12-02T16:02:57","date_gmt":"2013-12-02T16:02:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gulis.at\/schreiben\/?p=237"},"modified":"2024-06-21T08:28:31","modified_gmt":"2024-06-21T08:28:31","slug":"asylwerberinnen-in-der-steiermark-die-tabuisierte-arbeitsmarktreserve","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/asylwerberinnen-in-der-steiermark-die-tabuisierte-arbeitsmarktreserve\/","title":{"rendered":"AsylwerberInnen in der Steiermark &#8211; die tabuisierte Arbeitsmarktreserve"},"content":{"rendered":"<p><!-- [if !mso]&gt;--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 18.0pt; line-height: 150%;\"><b><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Der Beitrag ist im Buch &#8222;Migration und Arbeit in der Steiermark&#8220;, herausgegegeben von Karin M. Schmidlechner,\u00a0 Annette Sprung und Ute Sonnleitner in der Wissenschaftlichen Schriftenreihe der Kammer f\u00fcr Arbeiter und Angestellte f\u00fcr Steiermark, Leykam Verlag, Mitte November 2013 erschienen.<br \/>\n<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><b><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Einleitung:<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Der folgende Beitrag besch\u00e4ftigt sich mit den Zielgruppen AsylwerberInnen und De-Facto Fl\u00fcchtlinge<a title=\"\" href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[1]<\/span><\/span><\/span><\/a> und deren Bedeutung und Funktion am Arbeitsmarkt. Dies ist ein Thema, das eigentlich \u2013 geht es nach der offiziellen Politik, den Medien und nach der geltenden Rechtslage \u2013 gar nicht existieren d\u00fcrfte. Es besteht ein Konsens dar\u00fcber, dass AsylwerberInnen in \u00d6sterreich keinen Zugang zum regul\u00e4ren Arbeitsmarkt haben (sollten).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Betrachtet\u00a0 man jedoch die Entwicklung der Migration und des Arbeitsmarktes in der Steiermark n\u00e4her und dieser ist zweifelsohne einer der zentralen \u201eIntegrations-faktoren\u201c f\u00fcr MigrantInnen, so wird deutlich, dass es zu unterschiedlichen Phasen und in unterschiedlicher Intensit\u00e4t immer AsylwerberInnen gab, die in den regul\u00e4ren Arbeitsmarkt aufgenommen wurden und dass es auch immer einen Bedarf am Arbeitsmarkt gab und gibt. Nicht erst seit den j\u00fcngsten Protesten der Asylwer-berInnen in der Wiener Votivkirche wird deutlich, dass in \u00d6sterreich ein System aufgebaut wurde, in dem AsylwerberInnen \u00fcber das ganze Land verstreut, in oftmals entlegenen Pensionen und Heimen untergebracht werden. F\u00fcr die Dauer ihres Asylverfahrens werden sie jedoch vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen und so oft \u00fcber viele Jahre hinweg zu Hilfsempf\u00e4ngerInnen gemacht. Und ein zweiter \u00f6ffentlicher Konsens wird mit diesem Thema ebenso in Frage gestellt. Die \u00f6sterreichische Bundesregierung vertritt seit den fr\u00fchen 1990er Jahren die sogenannte \u201eZwei-Schienen-Theorie\u201c. Diese besagt, dass es einerseits die Fl\u00fcchtlingsbewegungen nach \u00d6sterreich gibt und auf der anderen Seite Zuwanderung, die aus Menschen besteht, die auf der Suche nach Arbeit sind bzw. die aufgrund von \u00f6konomischem Bedarf angeworben werden. Diese beiden Systeme h\u00e4tten \u2013 so die offizielle Sicht \u2013 nichts miteinander zu tun. Die Realit\u00e4t ist jedoch weitaus vielschichtiger. Der Blick, den ich hier auf die Geschichte der Steiermark der letzten 30 Jahre wage, zeigt, dass es immer schon eine Durchmischung und einen Wechsel zwischen diesen beiden Regimen gab. Da sind etwa jene Personen, die als AsylwerberInnen nach \u00d6sterreich kamen und f\u00fcr die in der Zeit zwischen 1975 bis 2004 trotz aller Restriktionen eine Besch\u00e4ftigungsbewilligung erteilt wurde. Und da gab es mehrere offizielle aber auch inoffizielle<a title=\"\" href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[2]<\/span><\/span><\/span><\/a> \u201eDe-Facto Aktionen\u201c f\u00fcr \u00a0die Menschen, die eigentlich klassisch als Fl\u00fcchtlinge zu bezeichnen w\u00e4ren (Krigesfl\u00fcchtlinge aus Bosnien), zwar nie im Asyl-verfahren landeten, jedoch mit einer befristeten Aufenthaltsberechtigung vorl\u00e4ufig im Land bleiben durften und wenig sp\u00e4ter am Arbeitsmarkt unterkamen. Der ersten Teil des Beitrages befasst sich demnach auch \u2013 in der notwendigen K\u00fcrze \u2013 mit der Migrationsgeschichte der Zweiten Republik. Es folgt eine kursorisch Zusammenfassung \u00fcber die \u201eAusl\u00e4ndergesetze\u201c. Im dritten Teil wird die Unterbringung und der Zugang von AsylwerberInnen zum Arbeitsmarkt in der Steiermark anhand von zwei exemplarischen Beispielen beschrieben. Die gesetzliche und praktische Handhabung werden beleuchtet. Der Beitrag schlie\u00dft mit einigen Anregungen, die als Ansto\u00df zur weiteren Diskussion verstanden werden sollten.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><b><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Historische Entwicklung <\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Die zweite Republik &#8211; und auf nur diese beziehe ich mich in weiterer Folge in diesem Artikel<a title=\"\" href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[3]<\/span><\/span><\/span><\/a> &#8211; ist vom Thema der Migration durchzogen. Zuwanderung, Auswanderung\u00a0 und Durchwanderung begleiteten die \u00f6sterreichische Geschichte. Das Thema wurde jedoch bis in die sp\u00e4ten 1980er \u00f6ffentlich-politisch kaum diskutiert. Dies \u00e4nderte sich erst in den 1990er Jahren. Mit dem Fall \u201eder Mauer\u201c, dem Zusammenbruch des Ostblocks, der zunehmenden Globalisierung und dem folgenden Beitritt \u00d6sterreichs zur EU (1995) stand das sogenannte \u201eAusl\u00e4nderthema\u201c pl\u00f6tzlich ganz oben auf der Agenda, was eine sachliche Auseinandersetzung oft nicht gerade bef\u00f6rderte. Der politische Diskurs versachlichte sich erst in den 2000er Jahren, wobei nicht unerw\u00e4hnt gelassen werden soll, dass eine Vielzahl der Fragestellungen weiterhin einer L\u00f6sung harren.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><b><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Ungarn 1956 \u2013 Gr\u00fcndung eines Systems<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Die erste gro\u00dfe Fl\u00fcchtlingsbewegung nach \u00d6sterreich im Jahre 1956 ist deshalb herausragend, da sie die Eskalation im Kalten Krieg sichtbar und die Neutralit\u00e4t und die geopolitische Lage \u00d6sterreichs \u2013 inmitten der beiden Machtbl\u00f6cke<a title=\"\" href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[4]<\/span><\/span><\/span><\/a> \u2013 bewu\u00dft machte. Das kleine neutrale \u00d6sterreich, das nach zehnj\u00e4hriger Besatzungszeit (1945-1955) wieder unabh\u00e4ngig wurde, lag damit schlagartig im Brennpunkt der Weltpolitik. \u201e<\/span><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">In den Jahren 1956\/57 gelangten nach der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes mehr als 180.000 ungarische Fl\u00fcchtlinge nach \u00d6sterreich. F\u00fcr den Gro\u00dfteil von ihnen war \u00d6sterreich in erster Linie ein Transitland; etwa 20.000 Ungarn lie\u00dfen sich dauerhaft im Land nieder\u201c.<a title=\"\" href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[5]<\/span><\/span><\/span><\/a> \u00a0Da in kurzer Zeit eine gro\u00dfe Anzahl von Fl\u00fcchtlingen beherbergt werden musste, improvisierte der Staat \u00d6sterreich, adaptierte die ehemalige Kaserne Traiskirchen als Erstauffanglager und mietete kurzerhand in der N\u00e4he liegende Gasth\u00f6fe und Pensionen (Nieder\u00f6sterreich, Burgenland, n\u00f6rdliche Steiermark) an, um die Fl\u00fcchtlinge zu versorgen und unterzubringen. Dieses System bew\u00e4hrte sich, da die Fl\u00fcchtlinge ja nur f\u00fcr wenige Monate Verpflegung, Schutz und Sicherheit ben\u00f6tigten und bald wieder das Land verlie\u00dfen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Es sollten weitere Fl\u00fcchtlingsbewegungen folgen. Nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die damalige Tschechoslowakei fl\u00fcchteten 1968 162.000 TschechInnen und SlowakInnen nach \u00d6sterreich. Die meisten konnten in ihre Heimat zur\u00fcckkehren, rund 12.000 Menschen lie\u00dfen sich dauerhaft nieder.<a title=\"\" href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><span class=\"Funotenzeichen2\"><span class=\"Funotenzeichen2\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[6]<\/span><\/span><\/span><\/a> Das, mit den ungarischen Fl\u00fcchtlingen entwickelte System wurde wiederholt und es etablierte sich eine Fl\u00fcchtlingsversorgungsstruktur, die noch einmal im Zuge der Verh\u00e4ngung des Kriegsrechts in Polen 1980\/81 verst\u00e4rkt in Anspruch genommen wurde. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00d6sterreich erlangte damit den Ruf eines Transitlandes f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge aus den kommunistischen L\u00e4ndern. Rechtliche Grundlagen gab es daf\u00fcr \u2013 genau genommen \u2013 nicht, abgesehen von den v\u00f6lkerrechtlichen Verpflichtungen, die sich aus der Unterzeichnung der Europ\u00e4ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und der folgenden Pakte, insbesondere der Genfer Fl\u00fcchtlingskonvention (GFK)<a title=\"\" href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[7]<\/span><\/span><\/span><\/a>, ergaben. Ein \u00f6sterreichisches Asylgesetz wurde 1968<a title=\"\" href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[8]<\/span><\/span><\/span><\/a> in zeitlicher N\u00e4he mit der tschechoslowakischen Fl\u00fcchtlingswelle beschlossen, fand aber f\u00fcr die meisten Fl\u00fcchtlinge keine Anwendung, da sie ja kein Asyl in \u00d6sterreich begehrten, sondern weiter wanderten bzw. nur vor\u00fcbergehend Schutz suchten<a title=\"\" href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[9]<\/span><\/span><\/span><\/a>. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ab Mitte der 1980er Jahre begann sich die Fl\u00fcchtlingsbewegung nach \u00d6sterreich zu diversifizieren. Neben den klassischen \u201eOstblockfl\u00fcchtlingen\u201c kamen immer mehr Fl\u00fcchtlinge aus anderen, ferneren L\u00e4ndern. Diverse Fluchtbewegungen aus Afrika gelangten langsam aber best\u00e4ndig nach Europa und damit \u00d6sterreich. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mit dem Zusammenbruch des Sowjetsystems und dem Fall der Mauer \u00e4nderte sich die Lage f\u00fcr \u00d6sterreich gravierend. Aus der randst\u00e4ndigen Zwischenstation wurde ein Staat, dessen Au\u00dfengrenzen pl\u00f6tzlich mit erheblichen Fl\u00fcchtlings-bewegungen konfrontiert waren. 1990\/91 stieg der Zuzug von rum\u00e4nischen Fl\u00fcchtlingen an, es folgten die Fl\u00fcchtlingsbewegungen, die im Zuge der Kriege des zerfallenden Jugoslawien entstanden (Kroatien, Bosnien, Serbien, Kosovo). In den 2000er Jahren kamen quantitativ relevante Fluchtbewegungen aus Tschetschenien, Afghanistan, Irak und Pakistan hinzu.<a title=\"\" href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[10]<\/span><\/span><\/span><\/a> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das zuf\u00e4llig und improvisiert entstandene Versorgungssystem f\u00fcr AsylwerberInnen blieb bis heute in seiner Grundstruktur erhalten: Aufnahme und Registrierung in Traiskirchen<a title=\"\" href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[11]<\/span><\/span><\/span><\/a> mit zwischenzeitlicher Unterbringung, anschlie\u00dfende Verschickung in eine Fl\u00fcchtlingspension bis zur rechtsg\u00fcltigen Entscheidung \u00fcber den Asylantrag. Im Gegensatz jedoch zu den kurzzeitigen Aufenthalten der ersten Fl\u00fcchtlingsbewegungen standen AsylwerberInnen oft jahrelang im Verfahren und mussten in einer Warteposition verharren bis der Bescheid erfolgte. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mit den flutartigen Gesetzesnovellen der 1990er Jahre wurde auch der Druck auf die Regierung gr\u00f6\u00dfer, die Versorgung von mittellosen AsylwerberInnen durch eine gesetzliche Grundlage zu regeln. 1992 wurde die Bundesbetreuungs-verordnung<a title=\"\" href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[12]<\/span><\/span><\/span><\/a> verabschiedet. Damit war der rechtlose Zustand zwar behoben, jedoch wurden die bis dato bestehenden Strukturen und Regeln einfach ins Gesetz \u00fcbernommen. Die Unterbringung in Gasth\u00f6fen erfolgte weiterhin nur auf Grundlage eines privatwirtschaftlichen Vertrags zwischen dem Innenministerium und den QuartiergeberInnen (GastwirtInnen, Hilfsorganisationen, u.a.)<\/span><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">und entzog und entzieht sich bis heute einer demokratischen Kontrolle (vgl. Rosenberger 210, S. 272 ff)<\/span><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">. Mit dem Grundversorgungsgesetz \u2013 GVG 2005 wurde \u201eeine einheitliche Grundversorgung f\u00fcr hilfs- und schutzbed\u00fcrftige Fremde geschaffen und ein jahre-langer Kompetenzstreit zwischen Bund und L\u00e4ndern \u00fcberwunden. Die Unterbringung, Versorgung und Betreuung der Zielgruppe erfolgt nach dem Verh\u00e4ltnis der Wohnbev\u00f6lkerung in den Bundesl\u00e4ndern\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[13]<\/span><\/span><\/span><\/a>. <\/span><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Bestimmte grunds\u00e4tzliche Probleme, die seit vielen Jahren kritisiert und immer wieder publik werden, sind damit jedoch nicht von Tisch; etwa die mangelnde Kontrolle der Unterk\u00fcnfte oder die Unterschiedlichkeit von Qualit\u00e4t und Leistung in der Betreuung in den einzelnen Bundesl\u00e4ndern. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Innerhalb von \u00d6sterreich waren die meisten AsylwerberInnen in der Vergangenheit in den \u00f6stlichen Bundesl\u00e4ndern untergebracht (Ober\u00f6sterreich, Nieder\u00f6sterreich, Burgenland und Steiermark). Und selbst innerhalb der Bundesl\u00e4nder gab und gibt es zum Teil immer noch ein erhebliches Ungleichgewicht. So waren \u00fcber viele Jahre die meisten Unterbringungen in der Steiermark in den nord\u00f6stlichen, \u00f6stlichen und s\u00fcd\u00f6stlichen Gebieten (insbesondere in den Regionen M\u00fcrzzuschlag\/Semmering-Wechselgebiet, M\u00fcrzfurche, Hartberg, Gleisdorf, Feldbach und F\u00fcrstenfeld) angesiedelt. Die westlichen Bundesl\u00e4nder nahmen insgesamt deutlich weniger AsylwerberInnen auf, was auch mit der <\/span><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Taggeldvereinbarung<a title=\"\" href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[14]<\/span><\/span><\/span><\/a> zu tun hat, die f\u00fcr strukturschwache Regionen einen relevanten Wirtschaftsfaktor darstellt. F\u00fcr \u00f6konomisch besser gestellte Gegenden bzw. Tourismusregionen (in denen unter anderem auch gen\u00fcgend Kapazit\u00e4ten f\u00fcr Unterbringung zur Verf\u00fcgung stehen w\u00fcrden) ist die Regelung \u00f6konomisch jedoch wenig lukrativ. Dies ist ein recht banaler, aber kaum diskutierter Grund daf\u00fcr, warum Konzentrationen von AsylwerberInnen in kleinen, abgelegenen Gemeinden und D\u00f6rfern zustande kamen, wie dies etwa im \u00f6stlichen Teil der Steiermark der Fall war.<\/span><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\"> Mit der Neuordnung 2005 verringerte sich dieses Ungleichgewicht, wie man aber an den regelm\u00e4\u00dfig auftauchenden Debatten \u00fcber die AsylwerberInnenunterbringung<a title=\"\" href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[15]<\/span><\/span><\/span><\/a> erkennen kann, ist eine Verteilungsgerechtigkeit nur langsam herzustellen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mit den Umw\u00e4lzungen Anfang der 1990er und den Jugoslawienkriegen, die zur Aufnahme von ca. 115.000 Fl\u00fcchtlinge aus Kroatien, Bosnien Herzegowina und sp\u00e4ter Kosovo<a title=\"\" href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[16]<\/span><\/span><\/span><\/a> in \u00d6sterreich f\u00fchrten, wurden weitere Fl\u00fcchtlingsquartiere er\u00f6ffnet, so etwa in der S\u00fcd-, S\u00fcdost- und S\u00fcdweststeiermark. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eine ausf\u00fchrliche Analyse des Asylsystems kann hier nicht erfolgen, ebenso wenig eine n\u00e4here Beleuchtung des Versorgungssystems. Hier sei auf das Buch von Sieglinde Rosenberger<a title=\"\" href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[17]<\/span><\/span><\/span><\/a> sowie die Studie von Langthaler\/Trauner<a title=\"\" href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[18]<\/span><\/span><\/span><\/a> verwiesen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; line-height: 150%;\"><b><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Raab- Olah Abkommen, Startschu\u00df f\u00fcr die neue Arbeitsmigration<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; line-height: 150%;\"><b><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Der zweite Meilenstein in der Migrationsgeschichte \u00d6sterreichs ist das sogenannte Raab-Olah Abkommen<a title=\"\" href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><span class=\"Funotenzeichen2\"><span class=\"Funotenzeichen2\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[19]<\/span><\/span><\/span><\/a>. Am 17. J\u00e4nner 1962 \u2013 also vor mittlerweile 51 Jahren \u2013 \u201e\u2026vereinbarten die Bundeskammer der gewerblichen Wirtschaft und der \u00d6sterreichische Gewerkschaftsbund (\u00d6GB), Kontingente f\u00fcr die Besch\u00e4ftigung ausl\u00e4ndischer Arbeitskr\u00e4fte zu schaffen.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[20]<\/span><\/span><\/span><\/a> Ab 1962 schlossen die Sozialpartner mit vier L\u00e4ndern Anwerbeabkommen ab. Spanien und Griechenland waren 1962 die ersten, es folgten 1964 die T\u00fcrkei und 1966 Jugoslawien. In der Folge entstand eine, sp\u00e4ter als \u201eGastarbeiterbewegung\u201c bezeichnete, wirtschaftlich motivierte Zuwan-derung nach \u00d6sterreich, die auf dem sogenannten Rotationsprinzip fu\u00dfte. Die Zugewanderten sollten zeitlich befristet in \u00d6sterreich arbeiten, nach einiger Zeit jedoch das Land wieder verlassen, auf keinen Fall jedoch ihre Familien nachholen und sich dauerhaft ansiedeln<a title=\"\" href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[21]<\/span><\/span><\/span><\/a>. \u201eDass dieses Konzept gescheitert ist, ja scheitern musste, braucht nicht betont zu werden, denn auch eine formal zeitlich befristete zugelassenen Arbeitskraft lebt im Land und wird automatisch nach einer bestimmten Zeit Teil der Gesellschaft.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[22]<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mit dem Inkrafttreten des Ausl\u00e4nderbesch\u00e4ftigungesetzes 1975 (AuslbG) wurde die Zuwanderung von ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ften zwar rechtlich saniert \u2013 bis dahin gab es ja nur eine sozialpartnerschaftliche \u00dcbereinkunft \u2013 die grunds\u00e4tzliche politische Positionierung blieb im Wesentlichen jedoch gleich. Obwohl aus den GastarbeiterInnen l\u00e4ngst dauerhaft, mit Familien und Kindern, lebende ZuwandererInnen geworden waren. \u201eAb Mitte der 1970er Jahre traten in den verschiedenen Einrichtungen, wie Kindergarten, Schule, Wohnsiedlungen, Gesundheitseinrichtungen u.v.m. MigrantInnen erstmals sichtbar in Erscheinung. Die Kinder kamen in den Kindergarten, wurden eingeschult, MigrantInnen nutzten die Gesundheitseinrichtungen.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[23]<\/span><\/span><\/span><\/a> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Die in dieser Zeit sp\u00e4rlichen \u00f6ffentlichen Debatten hatten einen klaren Fokus. \u201e<\/span><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Auff\u00e4llig ist, dass in den wissenschaftlichen, aber auch sonstigen medialen Diskursen `Gastarbeiter\u00b4 \u00a0fast ausschlie\u00dflich in Zusammenhang mit `Problemen\u00b4 thematisiert wurden. Stets ging es um die `Problematik der Gastarbeiter\u00b4, um `Probleme von Arbeitsmigranten\u00b4, um `Probleme der Besch\u00e4ftigung von ausl\u00e4n-dischen Arbeitskr\u00e4ften\u00b4, um `Probleme der Integration\u00b4 etc.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[24]<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; text-indent: 1.0cm; line-height: 150%;\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Ab den Jahren 1989\/90 \u201eexplodierte\u201c der \u00f6ffentliche Diskurs zum Thema \u201eAusl\u00e4nder\u201c. Die lang unterbliebene Debatte fand in heftigen \u00f6ffentlichen Auseinandersetzungen ihr Ventil<a title=\"\" href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[25]<\/span><\/span><\/span><\/a>. Der Aufstieg der Haider FP\u00d6, die das Thema hegemonalisierte, gepaart mit gesch\u00fcrten \u00c4ngsten durch Boulevardmedien vor Massenzuwanderung (\u201eAsylantenflut\u201c) und damit vermeintlich einhergehender Kriminalit\u00e4t, f\u00fchrten dazu, dass auch die Bundesregierung zu einem Dauerlauf in Fremden-, Niederlassungs- und Asylgesetzesnovellen ansetzte, der bis heute anh\u00e4lt.<a title=\"\" href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[26]<\/span><\/span><\/span><\/a> Die Nachfolgegegenerationen der GastarbeiterInnen, gerieten dabei zwar vordergr\u00fcndig aus dem Blickfeld, in der hochgeschaukelten, stark von Populismus gepr\u00e4gten Diskussion wurden jedoch die ber\u00fchmten \u201e\u00c4pfel mit Birnen verglichen\u201c\u00a0 und je nach Gutd\u00fcnken und Interessen Asyl mit Arbeitsmigration und legale mit illegaler Zuwanderung vermischt. <\/span><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Der Beitritt \u00d6sterreichs zur Europ\u00e4ischen Union\/EU (1995) brachte erneut relevante und umfangreiche Ver\u00e4nderungen mit sich. Die Dynamisierung des Arbeitsmarktes, die folgende Osterweiterung der EU und die Vielzahl an neuen EU-Regelungen beeinflussten \u00d6sterreichs Gesetze, ver\u00e4nderte aber vor allem den Arbeitsmarkt und den Bedarf und somit den Zuzug an Arbeitskr\u00e4ften. Das \u00a0Ausl\u00e4nderbesch\u00e4ftigungsgesetz blieb zwar bis heute in seiner Grundkonzeption von 1975 g\u00fcltig, doch betrifft es mittlerweile nur mehr einen Bruchteil der MigrantInnen. Gro\u00dfe Gruppen der ausl\u00e4ndischen Staatsb\u00fcrgerInnen in \u00d6sterreich sind mittlerweile EU-B\u00fcrgerInnen. Ein deutliches Zeichen der Ver\u00e4nderung ist auch, dass inzwischen deutsche Staatsb\u00fcrgerInnen die gr\u00f6\u00dfte Gruppe der ArbeitsmigrantInnen<a title=\"\" href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[27]<\/span><\/span><\/span><\/a> in \u00d6sterreich stellen. \u201eTrotz restriktiver Zugangs-politik nach dem AuslbG zeigt sich deutlich, dass die Zahl der ausl\u00e4ndischen Besch\u00e4ftigten angestiegen ist und dass sich das Verh\u00e4ltnis zwischen steuerbarem und nicht steuerbarem Zugang zunehmend von den bewilligungspflichtigen Besch\u00e4ftigten hin zu den ausl\u00e4ndischen Besch\u00e4ftigten verschiebt, die freien Zugang zum Arbeitsmarkt haben.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[28]<\/span><\/span><\/span><\/a> Ingrid Nowotny, Mitarbeiterin des Bundesministerium f\u00fcr Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) und langj\u00e4hrige Kennerin des Ausl\u00e4nderbesch\u00e4ftigungsbereiches bringt damit das Dilemma der Arbeitsmarkt-b\u00fcrokratie auf den Punkt. Einerseits soll ein kontrollierter Zugang von MigrantInnen zum Arbeitsmarkt gew\u00e4hrleistet werden, andererseits steigt die Zahl jener, die mehr oder minder freien Zugang zum \u00f6sterreichischen Arbeitsmarkt besitzen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 1.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Das AuslbG kann also nur mehr einen kleinen Teil der Ausl\u00e4nderbesch\u00e4ftigung kontrollieren. So lag die festgelegte H\u00f6chstzahl an ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ften in \u00d6sterreich &#8211; gemeint sind hier Drittstaatsangeh\u00f6rige &#8211; f\u00fcr das Jahr 2012<a title=\"\" href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[29]<\/span><\/span><\/span><\/a> bei 256.432 Personen, die Gesamtbesch\u00e4ftigtenzahl der ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4fte lag jedoch 2012 bei 527.062.<a title=\"\" href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[30]<\/span><\/span><\/span><\/a> Das zeigt, dass bereits weniger als die H\u00e4lfte des ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ftepotenzials der Kontrolle durch das Ausl\u00e4nderbesch\u00e4ftigungsgesetz unterliegt, Tendenz weiter sinkend. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 1.0cm; line-height: 150%;\"><b><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Die gesetzlichen Rahmenbedingungen<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 36.0pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><b><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Wie schon erw\u00e4hnt, stieg die Reglementierung des Themas Migration ab Anfang 1990 sprunghaft an. Das Asylgesetz und das Fremdenpolizeigesetz wurden vielfach novelliert und zum Teil v\u00f6llig neu konzipiert. Das Asylgesetz (AsylG) beispielsweise wurde 1991, 1997 und 2003 grunds\u00e4tzlich reformiert. Danach erfolgte noch eine Novelle im Rahmen des neuen Fremdenrechtspakets (2005) sowie weitere Neuregelungen 2007, 2009 und 2011. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00c4hnliches gilt f\u00fcr den Bereich der Zuwanderungsregelungen. Das Nieder-lassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) wurde im Jahre 1997 v\u00f6llig neu beschlossen. Dabei wurden zum<\/span><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\"> ersten Mal aufenthaltsverfestigende Ma\u00dfnahmen gesetzt sowie eine Harmonisierung von Aufenthaltsrecht und Arbeitsmarktzugang und eine Neuregelung des Familiennachzugs vorgenommen. \u201eIn der bisherigen Logik des \u201eGastarbeiterInnenmythos\u201c und des Rotationsprinzips stellte dies eine mentale Kehrtwende und Abkehr vom bisherigen Selbstverst\u00e4ndnis dar.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[31]<\/span><\/span><\/span><\/a> \u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 35.4pt; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Ein zentrales Gesetzeswerk in diesem thematischen Zusammenhang ist das Ausl\u00e4nderbesch\u00e4ftigungsgesetz (AuslbG 1975). Auch dieses wurde mehrmals novelliert, etwa 1990, als eine 10%-Quote (10%-ige Obergrenze an ausl\u00e4ndischen Besch\u00e4ftigten in Bezug auf die Gesamtbesch\u00e4ftigtenzahl) eingef\u00fchrt wurde. Weitere \u00c4nderungen im Bereich des AuslbG erfolgten 1997 und 2005, jedoch blieb die \u00a0Grundstruktur des Gesetzes erhalten.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 35.4pt; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Zust\u00e4ndig f\u00fcr das AuslbG ist nicht \u2013 wie f\u00fcr nahezu alle anderen Gesetzen im Bereich des Fremdenrechts \u2013 das Bundesministerium f\u00fcr Inneres (BMI), sondern das BMASK (Bundesministerium f\u00fcr Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz). Kern des AuslbG ist nach wie vor \u2013 wie in der Urkonzeption des Gesetzes \u2013eine dreistufige Integration in den Arbeitsmarkt. Daf\u00fcr gibt es zuerst die Besch\u00e4ftigungsbewilligung (BB), die der\/die ArbeitgeberIn beantragen muss, der\/die eine\/n Ausl\u00e4nderIn besch\u00e4ftigen will. \u201eDas AuslbG verfolgte in der ersten, 1975 erlassenen Fassung noch strikt das Prinzip, dass die Bewilligung nur dem Arbeitgeber erteilt wird und ihm die Funktion als `Herr des Verfahrens\u00b4 zukommt.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[32]<\/span><\/span><\/span><\/a>. Der Antrag auf eine solche Bewilligung bezieht sich dabei immer auf eine spezifische Arbeitsstelle in einer ganz bestimmten Firma zu konkreten Entlohnungsbedingungen und ist nur f\u00fcr diese g\u00fcltig. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 35.4pt; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Eine BB kann jedoch nur erteilt werden, wenn es die Arbeitsmarktlage erlaubt und der\/die einzustellende Ausl\u00e4nderIn die entsprechenden aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen erf\u00fcllt. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise ein Aufenthaltsrecht nach dem NAG 2005 oder nach dem Fremdenpolizeigesetz 2005 oder \u2013 und das ist f\u00fcr unser Thema bedeutsam \u2013 wenn er\/sie \u201eseit drei Monaten zum Asylverfahren zugelassen ist und \u00fcber einen faktischen Abschiebeschutz oder ein Aufenthaltsrecht gem\u00e4\u00df den \u00a7\u00a7 12 oder 13 AsylG 2005 verf\u00fcgt\u201c.<a title=\"\" href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[33]<\/span><\/span><\/span><\/a> Damit ist ausdr\u00fccklich im Gesetz festgehalten, dass AsylwerberInnen grunds\u00e4tzlich der Zugang zum Arbeitsmarkt m\u00f6glich ist. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Warum dieser Zugang zum Arbeitsmarkt in der Praxis jedoch unm\u00f6glich ist, ist auf den sogenannte Bartenstein Erlass<a title=\"\" href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[34]<\/span><\/span><\/span><\/a> zur\u00fcck zu f\u00fchren, der seit 2004 den Zugang zum Arbeitsmarkt f\u00fcr AsylwerberInnen untersagt. Ausgenommen sind Nischen, wie die kurzzeitige Saisonniersarbeit und die gemeinn\u00fctzigen Hilfst\u00e4tigkeiten in Gemeinden. Nicht betroffen von den Regelungen des AuslbGs sind Fl\u00fcchtlinge, die im Sinne des Asylgesetzes anerkannt wurden. Sie k\u00f6nnen sich am Arbeitsmarkt frei bewegen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 36.0pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><b><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Steiermarks Besonderheiten und die stille Reserve<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Kommen wir nun zur genaueren Analyse der Bedeutung von AsylwerberInnen und De-Facto Fl\u00fcchtlingen f\u00fcr den steirischen Arbeitsmarkt. Dabei gilt es ein paar grunds\u00e4tzliche Voraussetzungen und Auff\u00e4lligkeiten in der Steiermark zu er\u00f6rtern. Die Steiermark erlebte eine relevante Zuwanderung erst ab den sp\u00e4ten 1980er Jahren. August G\u00e4chter zeigt in einer Analyse der Mikrozensusdaten<a title=\"\" href=\"#_ftn35\" name=\"_ftnref35\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[35]<\/span><\/span><\/span><\/a> f\u00fcr die Steiermark, dass in der untersuchten Zeitperiode (2007 \u2013 2012) in der Steiermark nur etwa 3.800 Personen im erwerbsf\u00e4higen Alter<a title=\"\" href=\"#_ftn36\" name=\"_ftnref36\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[36]<\/span><\/span><\/span><\/a> lebten, die zwischen 1956 und 1984 zugezogen waren. Dagegen sind zwischen 1985 und 1997 etwa 25.700 Personen und seit 1998 rund 40.000 Personen zugezogen. Weitere 19.300 der Zugezogenen waren unter 15 Jahre und daher noch schulpflichtig. Schlie\u00dflich kommen noch etwa 50.000 Personen hinzu, die selbst in \u00d6sterreich geboren, deren Eltern jedoch im Ausland geboren sind, also als Angeh\u00f6rige der sogenannten 2. Generation<a title=\"\" href=\"#_ftn37\" name=\"_ftnref37\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[37]<\/span><\/span><\/span><\/a> bezeichnet werden. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Die steirische Migrationsbewegung ist also eine relativ \u201ejunge Bewegung\u201c. Die \u00e4lteren Wurzeln der\u00a0 sogenannten GastarbeiterInnenbewegung aus den 1960er und 1970er sowie die diversen Fl\u00fcchtlingsbewegungen (1956, 1968, 1981) finden statistisch nur mehr geringen Nachhall. Die Arbeitsmigration in den 1960-1980ern lag in der Steiermark \u2013 wenige Regionen ausgenommen \u2013 erheblich unter dem \u00f6sterreichischen Durchschnitt. Dies ist auch der Grund, warum MigrantInnen aus Serbien und der T\u00fcrkei, ansonsten die relevantesten MigrantInnengruppen in \u00d6sterreich, in der Steiermark eine geringere Rolle als im \u00fcbrigen \u00d6sterreich spielen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Insgesamt weist die Mikrozensuserhebung 144.000 Personen im erwerbsf\u00e4higen Alter aus, deren Eltern im Ausland geboren sind, davon sind 70.000 weiblich und 74.000 m\u00e4nnlich. Die Mehrheit der elterlichen Geburtsl\u00e4nder \u2013 n\u00e4mlich 85.700 \u2013 sind EU- und EFTA Staaten. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Im Vergleich zu den anderen Bundesl\u00e4ndern befindet sich die Steiermark traditionell am unteren Ende der Skala der Ausl\u00e4nderbesch\u00e4ftigung mit aktuell 10,1%. K\u00e4rnten mit 10,8% und Ober\u00f6sterreich mit 11,5% weisen eine \u00e4hnliche Gr\u00f6\u00dfenordnung auf. Spitzenreiter bei der Ausl\u00e4nderbesch\u00e4ftigung sind seit Jahrzehnten Wien und Vorarlberg mit Anteilen von 21,8% und 20,7%<a title=\"\" href=\"#_ftn38\" name=\"_ftnref38\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[38]<\/span><\/span><\/span><\/a>.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 35.4pt; line-height: 150%;\"><b><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Die rum\u00e4nische Migration in die Steiermark<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 18.0pt; text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Aufgrund des versp\u00e4teten Einwanderungsbeginns &#8211; Ende 1980er\/Anfang 1990er &#8211; spielen die neuen EU-Mitgliedsl\u00e4nder f\u00fcr die Steiermark eine wesentliche Rolle. Unter ihnen sticht vor allem Rum\u00e4nien hervor. Die rum\u00e4nische Fl\u00fcchtlingsbewegung um 1990 war die erste gr\u00f6\u00dfere, in der Steiermark wahrgenommene Fl\u00fcchtlings-bewegung, die sich auch in den AsylwerberInnenzahlen der damaligen Zeit nieder-schlug. Vor allem die Pensionen in den nord-oststeirischen Regionen hatten umfangreiche Kontingente von rum\u00e4nischen AsylwerberInnen aufgenommen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 1.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Viele \u2013 vor allem, jene, die fr\u00fch gekommen waren (1987-1990) \u2013 wurden noch als Fl\u00fcchtlinge im Sinne der GFK anerkannt. Die Anerkennungsrate sank jedoch sp\u00e4ter rasch, je st\u00e4rker die Antragstellungen stiegen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 1.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Der Arbeitsmarkt \u2013 im Vergleich zu sp\u00e4teren Perioden \u2013 \u00a0war\u00a0 offen<a title=\"\" href=\"#_ftn39\" name=\"_ftnref39\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[39]<\/span><\/span><\/span><\/a> und viele der in steirischen Pensionen untergebrachten AsylwerberInnen fanden in den folgenden Monaten und Jahren Zugang zum Arbeitsmarkt. So wurden im Jahre 1993 801 Besch\u00e4ftigungsbewilligungen f\u00fcr rum\u00e4nische Personen ausgestellt. Ein Indiz f\u00fcr die rasche Integration der AsylwerberInnen findet sich auch in der Arbeitslosen-statistik. Im Jahr 1990 wies diese noch eine vergleichsweise erh\u00f6hte Zahl an rum\u00e4nischen Staatsangeh\u00f6rige aus (604\/1990), verringerte sich diese im folgenden Jahr (418\/1991) und sank in den darauf folgenden Jahren kontinuierlich ab (meist nicht mehr als 200 bis 300 Personen)<a title=\"\" href=\"#_ftn40\" name=\"_ftnref40\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[40]<\/span><\/span><\/span><\/a>. Die Integration der rum\u00e4nischen AsylwerberInnen in den Arbeitsmarkt klappte also weitgehend.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 1.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne zwischen 1990 \u2013 2012 haben sich freilich die Rahmenbedingungen und die \u00f6sterreichische Gesetzeslage f\u00fcr rum\u00e4nische ZuwandererInnen v\u00f6llig ge\u00e4ndert. Waren diese anfangs noch AsylwerberInnen, die rasch als Fl\u00fcchtlinge anerkannt wurden, so versch\u00e4rften sich die Bedingungen nach und nach in den 1990ern. Asylantr\u00e4ge wurden \u2013 auch mit der einsetzenden scharfen politischen Kampagne gegen AsylwerberInnen \u2013 immer seltener positiv beurteilt, die Zugangskriterien nach und nach versch\u00e4rft. Die Visumspflicht wurden eingef\u00fchrt und der Zuzug erschwert. Mittlerweile ist Rum\u00e4nien jedoch Mitglied der EU, die Reisefreiheit f\u00fcr rum\u00e4nische Staatsb\u00fcrgerInnen und ein erleichterter Zugang zum Arbeitsmarkt sind gegeben.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 1.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Zahlreich sind hingegen auch die Erfolgsgeschichten von ehemaligen rum\u00e4nischen AsylwerberInnen, die nicht nur die Integration schafften, sondern auch \u00a0den legalen Zugang zum Arbeitsmarkt n\u00fctzten, sp\u00e4ter als UnternehmerInnen re\u00fcssieren konnten und in der Steiermark kleine bis mittlere Betrieb aufbauten.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-indent: 35.4pt; line-height: 150%;\"><b><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Die bosnischen De Facto Fl\u00fcchtlinge<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 18.0pt; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Ein zweites, quantitativ gro\u00dfes Segment von Fl\u00fcchtlingen, stellte die Fluchtbewegung aus dem ehemaligen Jugoslawien dar, die kurz nach der rum\u00e4nischen einsetzte. Als der Zerfall Jugoslawiens<a title=\"\" href=\"#_ftn41\" name=\"_ftnref41\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[41]<\/span><\/span><\/span><\/a> begann, wurde bereits 1991 die De-Facto Aktion f\u00fcr kroatische Fl\u00fcchtlinge geschaffen und 1992 auf bosnische Fl\u00fcchtlinge ausgeweitet. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 1.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Gesicherte Zahlen \u00fcber das genaue Ausma\u00df dieser De-Facto Aktionen fehlen weitgehend, da es zu einigen verwirrenden Zust\u00e4nden kam, die auch der dramatischen Situation geschuldet waren, die durch den so nahen Krieg erzeugt wurde. UNHCR<a title=\"\" href=\"#_ftn42\" name=\"_ftnref42\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[42]<\/span><\/span><\/span><\/a> spricht von insgesamt ca. 115.000 Personen<a title=\"\" href=\"#_ftn43\" name=\"_ftnref43\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[43]<\/span><\/span><\/span><\/a>, die als Kriegsfl\u00fcchtlinge nach \u00d6sterreich kamen. Nicht wenige dockten bei ihren Verwandten und FreundInnen in \u00d6sterreich an, die ja bereits seit der GastarbeiterInnenbewegung in \u00d6sterreich waren und fanden bei ihnen vorl\u00e4ufigen Unterschlupf. Ab 1992 fand eine koordinierte Bund-L\u00e4nderaktion statt, in der nicht nur die Kosten der Versorgung f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge geteilt wurden (im Verh\u00e4ltnis 2:1) sondern auch die L\u00e4nder erstmals direkt in die Fl\u00fcchtlingsversorgung und -betreuung involviert wurden. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 1.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Erst ab diesem Zeitpunkt besa\u00df das Land Steiermark auch eine gesetzliche Zust\u00e4ndigkeit und baute in Folge ein Fl\u00fcchtlingsreferat auf. Durch die De-Facto Aktion stellten tausende kroatische, bosnische und serbische Fl\u00fcchtlinge formal keinen Asylantrag, lebten entweder bei Verwandten, die durch die Bund-L\u00e4nder-vereinbarung Unterst\u00fctzung daf\u00fcr erhielten oder wurden in Unterk\u00fcnften versorgt. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 1.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Die De-Facto Aktion f\u00fcr bosnische Kriegsfl\u00fcchtlinge endete endg\u00fcltig im August 1998. <\/span><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Zum H\u00f6chstand der De-Facto Aktion 1993 befanden sich insgesamt 45.000 Personen in Betreuung. <\/span><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Es wird davon ausgegangen, dass etwa 60.000 Fl\u00fcchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien, insb. BosnierInnen, eine neuen Heimat in \u00d6sterreich gefunden und sich in den Arbeitsmarkt integrierten. Siegfried Nagl (\u00d6VP), B\u00fcrgermeister der Stadt Graz erw\u00e4hnte in einer Debatte im Grazer Gemeinderat, dass zwischen 1992-1995 ca. 15.000 bosnische Fl\u00fcchtlinge in der Steiermark aufgenommen wurden.<a title=\"\" href=\"#_ftn44\" name=\"_ftnref44\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[44]<\/span><\/span><\/span><\/a> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 1.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Die beiden Beispiele verdeutlichen, dass der Ausschluss von AsylwerberInnen aus dem Arbeitsmarkt weder menschenrechtlich, noch humanit\u00e4r rechtens ist, vor allem wenn AsylwerberInnen l\u00e4nger als sechs Monate im Asylverfahren sind, noch dass dies f\u00fcr den regul\u00e4ren Arbeitsmarkt n\u00fctzlich erscheint. Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass viele der jungen, arbeitsf\u00e4higen AsylwerberInnen auf dem lokalen, meist illegalen Schwarzmarkt landen, sei es in der Gastronomie, in der Landwirtschaft\/Erntehilfe oder am Bau. Auch auf die Problematik, dass f\u00fcr Frauen vor allem \u201edas Dienstleistungsgewerbe\u201c offen steht, und die nahezu einzig legale Arbeitsform die Prostituion ist, sei hier verwiesen. Andere mildere, aber ebenso illegale Formen der Besch\u00e4ftigung f\u00fcr Frauen stellen oft Jobs in privaten Haushalten dar. Zahlreiche NGOs und Selbstorganisationen<a title=\"\" href=\"#_ftn45\" name=\"_ftnref45\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[45]<\/span><\/span><\/span><\/a> kritisieren diesen gesetzlich begr\u00fcndeten Zustand seit Jahren. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 1.0cm; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">F\u00fcr den Arbeitsmarkt ist die Asylbewegung jedenfalls ebenso relevant, wie der mittlerweile freie und flie\u00dfende Austausch innerhalb der EU. Gudrun Biffl wies auf diesen Umstand bereits im Jahre 2004 hin. \u201eDer Anstieg der Ausl\u00e4nderInnen-besch\u00e4ftigung war nur zu einem verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringen Prozentsatz die Folge einer gezielten Anwerbung von Arbeitskr\u00e4ften aus dem Ausland. Der Gro\u00dfteil resul-tierte aus der Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen, der Integration von Familienangeh\u00f6rigen, die im Rahmen der Familienzusammenf\u00fchrung nach \u00d6sterreich kamen, und der Zuwanderung von Staatsb\u00fcrgerInnen aus dem EWR\/EU Raum sowie aus den mittel- und osteurop\u00e4ischen Staaten\u201c.<a title=\"\" href=\"#_ftn46\" name=\"_ftnref46\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[46]<\/span><\/span><\/span><\/a> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 18.0pt; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">In den 2000er Jahren galt \u00e4hnliches f\u00fcr junge \u2013 meist m\u00e4nnliche \u2013 Asylwer-berInnen \u00a0aus Pakistan und Afghanistan, die den Weg \u00fcber den vorl\u00e4ufigen (zeitwei-ligen) Schutz<a title=\"\" href=\"#_ftn47\" name=\"_ftnref47\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[47]<\/span><\/span><\/span><\/a> in den Arbeitsmarkt schafften. Auch die tschetschenische Fl\u00fcchtlings-bewegung sei hier erw\u00e4hnt. Diese hatte allerdings \u2013 zumindest \u00a0f\u00fcr einige Jahre \u2013 einen Sonderstatus, da sie eine der wenigen Fl\u00fcchtlingsbewegungen war, deren Betroffene \u00fcber mehrere Jahre hinweg eine hohe und rasche Anerkennungsquote als Fl\u00fcchtlinge aufwiesen und damit keiner Regulierung unterworfen waren. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 18.0pt; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Es ist also kein Zufall, dass ein gewisser Anteil an AsylwerberInnen immer wieder den Weg in den Arbeitsmarkt schaffte und dieses Potenzial offensichtlich f\u00fcr den Arbeitsmarkt notwendig war und ist und m\u00fchelos verkraftet wird. G\u00e4chter wies im Rahmen einer Tagung des Vereins Ikemba auf diese Auff\u00e4lligkeiten hin. \u201eDer Zuzug von Nicht-EU-Staatsangeh\u00f6rigen ist seit 2006 so auff\u00e4llig stabil, dass man schon fast an eine informelle Quotierung durch das Innenministerium glauben k\u00f6nnte, n\u00e4mlich 2010 knapp unter 40.000 und 2011 auch nur 43.000. Davon sind rund 90% in erwerbsf\u00e4higem Alter und \u00fcber 50% sind zwischen 20 und 35 Jahre alt. Je nach Jahr stellten 12.000 bis 16.000 der etwa 40.000 Asylantr\u00e4ge.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn48\" name=\"_ftnref48\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[48]<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Und noch auf ein Faktum sei in diesem Zusammenhang hingewiesen. Gerade die Asyl- und Fluchtbewegung aus den afrikanischen und asiatischen Krisenstaaten nach Europa ist eine Bewegung der jungen M\u00e4nner und daher absolut nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Gesamt-fl\u00fcchtlingspopulation auf der Welt. Diese setzt sich zu \u00a0etwa 51 % aus M\u00e4nnern und zu 49% aus Frauen zusammen und 46% aller Fl\u00fcchtlinge weltweit sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre. Fast w\u00e4re man versucht zu sagen, Europa und damit auch \u00d6sterreich rekrutiert auch unter den Fl\u00fcchtlingen Arbeitskr\u00e4fte und zwar sowohl f\u00fcr den legalen als auch f\u00fcr den informellen und prek\u00e4ren Arbeitsmarkt.<a title=\"\" href=\"#_ftn49\" name=\"_ftnref49\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[49]<\/span><\/span><\/span><\/a> \u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">\u00a0<\/span><b><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Zusammenfassung und Ausblick<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Die strikte Trennung zwischen \u201eArbeitsmigration\u201c und \u201eFluchtbewegungen\u201c, wie sie von Politik und Administration gefordert und postuliert wird, stellt sich in der Realit\u00e4t als Farce dar. Die Gesamtmigrationsbewegung nach \u00d6sterreich und insbesondere auch in die Steiermark ist heterogen und vielf\u00e4ltig und besteht nicht nur aus den \u201eguten Fl\u00fcchtlingen\u201c, den \u201everd\u00e4chtigen AsylwerberInnen\u201c und den \u201en\u00fctzlichen ArbeitsmigrantInnen\u201c. Die komplizierten, auf Restriktionen abstellenden \u00f6sterreich-ischen Gesetze f\u00fchren zu einem heillosen Wirrwarr und zu Undurchsichtigkeit. Die Durchl\u00e4ssigkeit zwischen den Regimen (Asyl &#8211; Arbeitsmarkt &#8211; Aufenthalt) war immer schon gegeben, da auch die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit \u2013 in gut ge\u00fcbter \u00f6ster-reichischer Praxis abseits der tats\u00e4chlichen Gesetzesvorschriften \u2013 erkannt wurde. AsylwerberInnen sind ein relevantes Arbeitskr\u00e4ftepotenzial, das auch erhebliche Ressourcen f\u00fcr den Arbeitsmarkt mitbringt.<a title=\"\" href=\"#_ftn50\" name=\"_ftnref50\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 12.0pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">[50]<\/span><\/span><\/span><\/a> Die \u00f6sterreichische Migrations-gesetzgebung ist von Abwehr, Einschr\u00e4nkungen und Ausschl\u00fcssen gekennzeichnet. Dies f\u00fchrt gerade in der Besch\u00e4ftigungspolitik zur illegalen Schattenwirtschaft, die den Verdr\u00e4ngungswettbewerb, das Lohndumping und das Nichtabf\u00fchren von Steuern und Versicherungen beg\u00fcnstigt und dem damit dem Wohlfahrtsstaat und der sozialen Lage in \u00d6sterreich schadet. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Eine Migrationspolitik der Zukunft m\u00fcsste sich vorrangig der Mythen entledigen, die in \u00d6sterreich so gerne gepflegt werden, um sich von Ideologie und R\u00fcckw\u00e4rts-gewandtheit befreien zu k\u00f6nnen. Dies w\u00fcrde bedeuten, dass man Gesetze schafft, die den gesellschaftlichen Zusammenhang st\u00e4rken und auch MigrantInnen vor Lohndumping, Ausbeutung und zunehmend prek\u00e4ren Arbeitsbedingungen sch\u00fctzten und sie nicht zum Spielball der freien Kr\u00e4fte machten, indem man sie diskriminiert und gesetzlich ausschlie\u00dft. <\/span><\/p>\n<ol style=\"margin-top: 0cm;\" start=\"3\" type=\"1\">\n<li class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 150%;\"><b><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Literaturverzeichnis:<\/span><\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Werner T. Bauer, Zuwanderung nach \u00d6sterreich. Wien, 2008, 21 Seiten<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Katharina Baumschlager, NGOs im \u00f6sterreichischen Asylwesen. Diplomarbeit Universit\u00e4t Wien 2011, 149 Seiten <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Heinz Fassmann, Irene Stacher (Hg.), 1. \u00d6sterreichischer Migrations- und Integrationsbericht. Wien \u00a02006, 472 Seiten.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Heinz Fassmann (Hg.), 2. \u00d6sterreichischer Migrations- und Integrationsbericht. Wien 2006, 472 Seiten.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">August G\u00e4chter, Daten und Fakten zur Einwanderung und Integration. Wien 2001, 25 Seiten.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">August G\u00e4chter, Migration in \u00d6sterreich seit 1945. Wien 2008, 18 Seiten. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Wolfgang Gulis, Migrationsdiskurs in \u00d6sterreich. Analyse der Entstehung des Migrationsdiskurses in der Zweiten Republik mithilfe eines Phasenmodells, Master Arbeit, Donau Uni Krems 2012, 112 Seiten <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoFootnoteText\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Barbara Herzog-Punzenberger. Die \u201e2. Generation\u201c an zweiter Stelle. Soziale Mobilit\u00e4t und enhnische Segmentation in \u00d6sterreich, Wien 2003, 52 Seiten.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Ikemba (Hg.), \u201eFit f\u00fcr Vielfalt?\u201c Tagungsdokumentation anl\u00e4\u00dflich des 5-j\u00e4hrigen Bestehens des Vereins Ikemba, Graz 2012, 81 Seiten. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Michael John, Albert Lichtblau, Schmelztiegel Wien Einst und jetzt. Zur Geschichte und Gegenwart von Zuwanderung und Minderheiten, Wien, 1993; <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Herbert Langthaler\/Helene Trauner, Politische Partizipation und Repr\u00e4sentanz von Fl\u00fcchtlingen und AsylwerberInnen in der EU. Forschungsbericht im Rahmen des Programmes New Orientiations for Democracy\u00a0 in Europe &gt;node&lt;. Wien 2009, 203 Seiten <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: -.05pt; line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Peter Payer, \u201eGehen Sie an die Arbeit\u201c. Zur Geschichte der \u201eGastarbeiter in Wien 1964 \u2013 1989, 40 Jahre Arbeitsmigration, Wien 2004<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Thomas Prader (Hg.), Moderne Sklaven, Wien 1992, 160 Seiten<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Sieglinde Rosenberger, Asylpolitik in \u00d6sterreich. Unterbringung im Fokus. Wien 2010, 304 Seiten.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Clemens Ruthner, Kulturelle Imagines und innere Kolonialisierung. Ethnisch kodierte Selbst- und Fremdbilder der k.u k. Monrachie\u00a0 &#8211; eine Projektskizze, in: Moritz Cs\u00e1ky\/ Klaus Zeyringer, Inszenierung des kulturellen Ged\u00e4chtnisses. Eigenbilder, Fremdbilder. Innsbruck u.a., 2002, S. 30 -53<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span lang=\"EN-US\" style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">UNHCR (Hg.), A Year of crises. <\/span><span style=\"font-size: 12.0pt; line-height: 150%; font-family: 'Arial','sans-serif';\">Global Trends. Geneva, 2012, 25 Seiten.<\/span><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div id=\"ftn1\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[1]<\/span><\/span><\/span><\/a> Man versteht darunter den zeitweiligen, humanit\u00e4ren Aufenthalt von (B\u00fcrger-)Kriegsfl\u00fcchtlingen, die nach einer &#8222;gewissen&#8220; Zeit die Option zur Heimkehr in ihr Heimatland haben. \u00d6sterreich gew\u00e4hrt vor\u00fcbergehenden Schutz, sorgt f\u00fcr Unterkunft und Verpflegung. Die Aufenthaltsdauer der Fl\u00fcchtlinge ist von einer Verordnung des Innenministers abh\u00e4ngig (\u00a7 29 Fremdengesetz). Ab 1992 wurden Fl\u00fcchtlinge aus Bosnien im Rahmen einer De Facto Aktion aufgenommen. Von Mitte April 1999 bis M\u00e4rz 2000, bei besonderen humanit\u00e4ren F\u00e4llen bis Juni 2000, gab es die De Facto Aktion f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge aus dem Kosovo. http:\/\/www.asyl.at\/fakten_9\/basis_2.htm#d1, (12.2.2013)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn2\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[2]<\/span><\/span><\/span><\/a> Inoffiziell deshalb, da die De-Facto Aktion zun\u00e4chst auf keiner gesetzlichen Grundlage basierte. Diese wurde erst sp\u00e4ter geschaffen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn3\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[3]<\/span><\/span><\/span><\/a> Zahlreiche AutorInnen haben sich mit der Migrationsgeschichte der ersten Republik und der K&amp;K Monarchie bereits besch\u00e4ftigt, siehe u.a. Michael John, Albert Lichtblau, Schmelztiegel Wien Einst und jetzt. Zur Geschichte und Gegenwart von Zuwanderung und Minderheiten, Wien, 1993; sowie Clemens Ruthner, Kulturelle Imagines und innere Kolonialisierung. Ethnisch kodierte Selbst- und Fremdbilder der k.u k. Monrachie\u00a0 &#8211; eine Projektskizze, in: Moritz Cs\u00e1ky\/ Klaus Zeyringer, Inszenierung des kulturellen Ged\u00e4chtnisses. Eigenbilder, Fremdbilder. Innsbruck u.a., 2002, S. 30 -53.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn4\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[4]<\/span><\/span><\/span><\/a> Warschauer Pakt-Staaten und NATO<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn5\">\n<p class=\"MsoNormal\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[5]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span style=\"font-size: 10.0pt;\"> Werner T. Bauer, Zuwanderung nach \u00d6sterreich. Wien, 2008, 5<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn6\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\"><span class=\"Funotenzeichen3\"><span class=\"Funotenzeichen3\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[6]<\/span><\/span><\/span><\/a> <a href=\"http:\/\/www.unhcr.at\/unhcr\/in-oesterreich\/fluechtlingsland-oesterreich.html\">http:\/\/www.unhcr.at\/unhcr\/in-oesterreich\/fluechtlingsland-oesterreich.html<\/a> (12.2.2013)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn7\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[7]<\/span><\/span><\/span><\/a> Alle internationalen Pakte erlangten mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages G\u00fcltigkeit, siehe auch August G\u00e4chter, Migration in \u00d6sterreich seit 1945. Wien 2008, 18 Seiten, 13 ff<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn8\">\n<p class=\"MsoNormal\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[8]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span style=\"font-size: 10.0pt;\"> Bundesgesetz\u00a0 von 7.3.1969. Siehe auch Katharina Baumschlager, NGOs im \u00f6sterreichischen Asylwesen. Diplomarbeit Universit\u00e4t Wien 2011, 149 Seiten, 24<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn9\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[9]<\/span><\/span><\/span><\/a> Siehe auch Fu\u00dfnoten 1 und 2.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn10\">\n<p class=\"MsoNormal\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 11.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[10]<\/span><\/span><\/span><\/a> <span style=\"font-size: 10.0pt;\">Herbert Langthaler\/Helene Trauner, Politische Partizipation und Repr\u00e4sentanz von Fl\u00fcchtlingen und AsylwerberInnen in der EU. Forschungsbericht im Rahmen des Programmes New Orientiations for Democracy\u00a0 in Europe &gt;node&lt;. Wien 2009, 203, 5 ff<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn11\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[11]<\/span><\/span><\/span><\/a> Mittlerweile gibt es auch noch\u00a0 Erstaufnahmestellen am Flughafen Schwechat und in Thalham (O\u00d6).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn12\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[12]<\/span><\/span><\/span><\/a> Alexandra K\u00f6nig, Sieglinde Rosenberger: Unterbringung regieren: Institutionlisierung eines f\u00f6deralen Konfliktes, in: Sieglinder Rosenberger (Hg.), Asylpolitik in \u00d6sterreich, Unterbringung im Fokus\u00a0 Wien 2010, 21<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn13\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[13]<\/span><\/span><\/span><\/a> <span lang=\"DE\">Mathias Vogl in Heinz Fassmann (Hg.) 2. \u00d6sterreichischer Migrations- und Integrationsbericht, Wien 2006, \u00a021<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn14\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[14]<\/span><\/span><\/span><\/a> Derzeit werden pro AsylwerberIn und Tag \u20ac 19,00 verg\u00fctet. Dieser Satz gilt seit 1. J\u00e4nner 2012.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn15\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[15]<\/span><\/span><\/span><\/a> Zuletzt wurde die Diskussion im Herbst\/Winter 2012 wieder anl\u00e4sslich der totalen \u00dcberlastung des Lagers Traiskirchen, die aus der Nichterf\u00fcllung der Quoten durch einzelne Bundesl\u00e4nder resultierte, gef\u00fchrt.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn16\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[16]<\/span><\/span><\/span><\/a> <a href=\"http:\/\/medienservicestelle.at\/migration_bewegt\/2011\/06\/21\/kriege-in-ex-jugoslawien-fuhrten-zu-drei-grosen-fluchtlingswellen\/\">http:\/\/medienservicestelle.at\/migration_bewegt\/2011\/06\/21\/kriege-in-ex-jugoslawien-fuhrten-zu-drei-grosen-fluchtlingswellen\/<\/a> (12.2.2013)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn17\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[17]<\/span><\/span><\/span><\/a> Sieglinde Rosenberger, Asylpolitik in \u00d6sterreich. Unterbringung im Fokus, Wien 2010<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn18\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[18]<\/span><\/span><\/span><\/a> Herbert Langthaler\/Helene Trauner, Politische Partiziption und Repr\u00e4sentanz von Fl\u00fcchtlingen und AsylwerberInnen in der EU. Forschungsbericht im Rahmen des Programms New Orientation for Democracy in Europe &gt;node&lt;, Wien 2009<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn19\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[19]<\/span><\/a>\u00a0 Benannt nach den damaligen Pr\u00e4sidenten Julius Raab (Wirtschaftskammer) und Franz Olah (Gewerkschafts-bund).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn20\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[20]<\/span><\/span><\/span><\/a> Christoph Parnreiter, \u2026alle Arbeitskr\u00e4fte des Erdrunds\u2026, in Thomas Prader (Hg.) Moderne Sklaven, Asyl- und Migrationspolitik in \u00d6sterreich, Wien 1992, 70ff<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn21\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[21]<\/span><\/span><\/span><\/a> Zur Situation von GastarbeiterInnen in der Steiermark vergleiche den Artikel von Lorber in diesem Band.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn22\">\n<p class=\"MsoNormal\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[22]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 10.0pt;\">Ingrid Nowotny, <\/span><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Das Ausl\u00e4nderbesch\u00e4ftigungsgesetz: Die Regelung des Zugangs von Ausl\u00e4nderInnen zum \u00f6sterreichischen Arbeitsmarkt, <\/span><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 10.0pt;\">in Heinz Fassmann 2. Migrations- und Integrationsbericht,<\/span><span style=\"font-size: 10.0pt;\"> Wien 2006, 472 Seiten. <\/span><span lang=\"DE\" style=\"font-size: 10.0pt;\">49<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn23\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[23]<\/span><\/span><\/span><\/a>Wolfgang <span lang=\"DE\">Gulis, Migrationsdiskurs in \u00d6sterreich, Analyse und Entstehung des Migrationsdiskurses Migrationsdiskurses in der Zweiten Republik mithilfe eines Phasenmodells, Master Arbeit, Donau Uni Krems 2012, 112 Seiten, 39<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn24\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[24]<\/span><\/span><\/span><\/a> Peter Payer, \u201eGehen Sie an die Arbeit\u201c. Zur Geschichte der \u201eGastarbeiter in Wien 1964 \u2013 1989, 40 Jahre Arbeitsmigration, Wien 2004, 3<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn25\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[25]<\/span><\/span><\/span><\/a> Erinnert sei an das \u201eAnti-Ausl\u00e4ndervolksbegehren der FP\u00d6 (Februar 1993) und die Gegenveranstaltung \u201eLichtermeer\u201c (J\u00e4nner 1993), an den Tod von Marcus Omofuma im Zuge seiner Abschiebung und an die \u201eOperation Spring\u201c<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn26\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[26]<\/span><\/span><\/span><\/a> Gulis, Migrationsdiskurs 54 ff<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn27\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[27]<\/span><\/span><\/span><\/a> Quelle: Statistik Austria.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn28\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[28]<\/span><\/span><\/span><\/a> Siehe Fu\u00dfnote 22<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn29\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[29]<\/span><\/span><\/span><\/a> Wird j\u00e4hrlich vom BMWA erlassen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn30\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[30]<\/span><\/span><\/span><\/a> Bundesgesch\u00e4ftsstelle des AMS\/Statistik<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn31\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[31]<\/span><\/span><\/span><\/a> <span lang=\"DE\">Gulis Migrationsdiskurs, 63<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn32\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[32]<\/span><\/span><\/span><\/a> Ingrid Nowotny in Heinz Fassmann 2. Migrationsbericht, 48<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn33\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[33]<\/span><\/span><\/span><\/a> vgl. AuslbG 1975, i.d.g.F.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn34\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[34]<\/span><\/span><\/span><\/a> Benannt nach Martin Bartenstein, Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Arbeit in der \u00d6VP-FP\u00d6 Regierung, der im April 2004 mittels eines Erlasses den Zugang von AsylwerberInnen zum Arbeitsmarkt unterband.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn35\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref35\" name=\"_ftn35\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[35]<\/span><\/span><\/span><\/a> Quelle: August G\u00e4chter, Berechnungen anhand der Mikrodaten der Mikrozensuserhebung- Arbeitskr\u00e4fteerhebung der Bundesanstalt Statistik der 20 Quartale von 4. Quartal 2007 bis zum dritten Quartal 2012 f\u00fcr die Steiermark.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn36\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref36\" name=\"_ftn36\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[36]<\/span><\/span><\/span><\/a> In der nachfolgenden Tabelle 1 sind im Balken 1 alle von 1956 \u2013 1984 zugezogenen Menschen, die in der Steiermark im genannten Zeitraum leben, aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn37\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref37\" name=\"_ftn37\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[37]<\/span><\/span><\/span><\/a> Zur Diskussion und Begriffsbestimmung \u00fcber den Begriff siehe: Barbara Herzog-Punzenberger. Die \u201e2. Generation\u201c an zweiter Stelle. Soziale Mobilit\u00e4t und enhnische Segmentation in \u00d6sterreich, Wien 2003, 52 Seiten.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn38\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref38\" name=\"_ftn38\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[38]<\/span><\/span><\/span><\/a> Quelle: Hauptverband der SV_Tr\u00e4ger, AK Ober\u00f6sterreich Berechnung.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn39\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref39\" name=\"_ftn39\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[39]<\/span><\/span><\/span><\/a> Nach Pr\u00fcfung der Arbeitsmarktlage nach dem AuslbG standen AsylwerberInnen zwar weit hinten auf der Bewilligungsliste, wenn sich aber keine geeignete Arbeitskraft in den Kategorien, die bevorzugt waren, befand, wurde eine BB erteilt.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn40\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref40\" name=\"_ftn40\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[40]<\/span><\/span><\/span><\/a> Quelle: Bundesgesch\u00e4ftsstelle des AMS\/Statistik, J\u00e4nner 2013<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn41\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref41\" name=\"_ftn41\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[41]<\/span><\/span><\/span><\/a> Ab 1991 fanden in allen Teilrepubliken au\u00dfer Serbien Referenden statt, die mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit f\u00fcr die jeweilige staatliche Souver\u00e4nit\u00e4t ausgingen. Es folgten Kriege in Slowenien, kroatien, Bosnien-Herzegowina und Kosovo<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn42\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref42\" name=\"_ftn42\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[42]<\/span><\/span><\/span><\/a> Hochkommis\u00e4r f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge der UNO;\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.unhcr.at\/unhcr\/in-oesterreich\/fluechtlingsland-oesterreich.html\">http:\/\/www.unhcr.at\/unhcr\/in-oesterreich\/fluechtlingsland-oesterreich.html<\/a> (12.2.2013)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn43\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref43\" name=\"_ftn43\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[43]<\/span><\/span><\/span><\/a> Siehe auch im Text Seite 48<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn44\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref44\" name=\"_ftn44\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[44]<\/span><\/span><\/span><\/a> Sitzung des Gemeinderates vom 22. April 2010, TO 7. Verbot f\u00fcr den weiteren Bau von Sakralbauten (Moscheen, Minarette etc.) S. 138.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn45\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref45\" name=\"_ftn45\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[45]<\/span><\/span><\/span><\/a> U.a. die Wiener Organisation LEF\u00d6 (http:\/\/www.lefoe.at\/) oder die Linzer Selbstorganisation MAIZ (http:\/\/maiz.at\/)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn46\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref46\" name=\"_ftn46\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[46]<\/span><\/span><\/span><\/a> Fassmann, 2. Migrationsbericht, 63<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn47\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref47\" name=\"_ftn47\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[47]<\/span><\/span><\/span><\/a> Die sogenannten Subsidi\u00e4r Schutzberechtigten. Personen, die keine Fl\u00fcchtlingseigenschaft zuerkannt wird, aber aufgrund der Situation im Heimatland auch nicht zur\u00fcckgeschoben werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn48\">\n<p class=\"MsoNormal\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref48\" name=\"_ftn48\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[48]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span style=\"font-size: 10.0pt;\"> August G\u00e4chter, Was braucht eine Gesellschaft, die fit sein soll f\u00fcr Einwanderung? in: Ikemba (Hg.), \u201eFit f\u00fcr Vielfalt?\u201c Tagungsdokumentation anl\u00e4\u00dflich des 5-j\u00e4hrigen Bestehens des Vereins Ikemba, Graz 2012, 81 Seiten, 42 ff <\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn49\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; line-height: 115%;\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref49\" name=\"_ftn49\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; line-height: 115%;\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[49]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span style=\"font-size: 10.0pt; line-height: 115%;\"> siehe UNHCR 2012 <\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"ftn50\">\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref50\" name=\"_ftn50\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span class=\"MsoFootnoteReference\"><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Times New Roman','serif';\">[50]<\/span><\/span><\/span><\/a> Die Berichte von NGOs und Beratungsstellen \u00fcber AsylwerberInnen, die eine hohe Qualifikation mitbringen, jedoch am \u00f6sterreichischen Arbeitsmarkt dequalifiziert werden und in niedrigen Hilfsarbeiterjobs landen, sind zahlreich, siehe u.a. Migrare Ober\u00f6sterreich (www.migrare.at), Beratungszentum f\u00fcr Migranen und Migrantinnen (<a href=\"http:\/\/www.migrant.at\">www.migrant.at<\/a>) und ZEBRA-Interkulturelles Beratungs- und Therapiezentrum (www.zebra.or.at)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Beitrag ist im Buch &#8222;Migration und Arbeit in der Steiermark&#8220;, herausgegegeben von Karin M. Schmidlechner,\u00a0 Annette Sprung und Ute Sonnleitner in der Wissenschaftlichen Schriftenreihe der Kammer f\u00fcr Arbeiter und Angestellte f\u00fcr Steiermark, Leykam Verlag, Mitte November 2013 erschienen. 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