{"id":1872,"date":"2024-04-25T08:52:21","date_gmt":"2024-04-25T08:52:21","guid":{"rendered":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/?p=1872"},"modified":"2024-10-10T12:18:08","modified_gmt":"2024-10-10T12:18:08","slug":"serie-rassismus-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/serie-rassismus-2\/","title":{"rendered":"Serie Rassismus II:"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">The never ending story, Part Two<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Im Rahmen der mehrteiligen Serie \u201eDie Legitimationslegende\u201c wird Rassismus aus mehreren \u2013 zumeist zu kurz gekommenen \u2013 Seiten beleuchtet und analysiert. \u00a0Im zweiten Teil geht es um die Kontinuit\u00e4ten, der Unterscheidung zwischen rassistisch und Rassismus und den Schwierigkeiten, institutionell verankerte Ungleichbehandlung nicht nur rassistisch zu interpretieren.  <\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Rassismus als Spurenelement <\/h4>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Von rassistisch &#8230;<\/h4>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Obwohl wir uns am liebsten mit dem Begriff gar nicht mehr besch\u00e4ftigen w\u00fcrden, zwingen uns eine Reihe von juristischen Grundlagen dazu, dies auch weiterhin zu tun. Denn \u201eRasse\u201c oder \u201eRassendiskriminierung\u201c kommt in zahlreichen Gesetzen und im V\u00f6lkerrecht vor. Etwa im Artikel 8 des \u00f6sterreichischen Staatsvertrages:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201e\u00d6sterreich wird eine demokratische, auf geheime Wahlen gegr\u00fcndete Regierung haben und verb\u00fcrgt allen Staatsb\u00fcrgern ein freies, gleiches und allgemeines Wahlrecht sowie das Recht, ohne Unterschied von <strong>Rasse<\/strong>, Geschlecht, Sprache, Religion oder politische Meinung zu einem \u00f6ffentlichen Amte gew\u00e4hlt zu werden.\u201c<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\"><strong>[1]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnliches finden wir in der Europ\u00e4ischen Menschenrechtskonvention (EMRK), in der es hei\u00dft:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Verbot der Benachteiligung aufgrund des Geschlechts, <strong>Rasse<\/strong>, Hautfarbe, Sprache, Religion, politischen oder sonstigen Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Zugeh\u00f6rigkeit zu einer nationa<\/em><em>len Minderheit, Verm\u00f6gen, Geburt oder sonstigem Status begr\u00fcndet.\u201c<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\"><strong>[2]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Und selbst ein\/e Asylwerber*in k\u00f6nnte sich aufgrund der Genfer Fl\u00fcchtlingskonvention (GFK) in der es hei\u00dft:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e\u2026 <em>wer aus wohlbegr\u00fcndeter Furcht, aus Gr\u00fcnden der Rasse, Religion, \u2026&nbsp; verfolgt wird.\u201c<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\"><strong>[3]<\/strong><\/a> (GFK 1951)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>auf &#8222;rassische Verfolgung&#8220; berufen. Wir befinden uns also in einem Dilemma. Wir wissen Rassen gibt es nicht. Wir wissen die dahinterliegende Konstruktion im Rassismus basiert auf einer Pseudowissenschaft und enth\u00e4lt keine Plausibilit\u00e4t und evidenzbasiert begr\u00fcndete Kategorie, aber wir m\u00fcssen uns in einem Rechtsstaat mit den einzelnen Formen und Begr\u00fcndungslogiken weiterhin besch\u00e4ftigen, wenn wir etwa juristisch gegen Rassismus und Diskriminierung vorgehen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Welt der politischen Sprach-, Kommunikations-, Kognitions- und Politikwissenschaften wissen wir mittlerweile auch um die Bedeutung von \u201eNarrativen\u201c oder \u201eErz\u00e4hlungen\u201c in der die Hegemonie \u00fcber Themen hergestellt werden kann und die Durchsetzung von politischen Inhalten und Zielen unterst\u00fctzt wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Daher ist es nicht unerheblich, dass Initiativen gegen Rassismus den verdeckten Makel in sich tragen, dass sie die geheimen-unbewussten Rahmen (Frames)<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[4]<\/a> und Erz\u00e4hlungen (Narrative)<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[5]<\/a> weitertragen und damit indirekt die Hegemonie des Rassismus festigen. Denn ich kann nicht <strong>nicht <\/strong>\u00fcber Rassismus &#8211; und damit den Begriff Rasse \u2013 kommunizieren, welche ich implizit mittransportiere, wogegen ich bin.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Rassismus als Kontinuum<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Wir denken ja unsere Menschheitsgeschichte gerne als Entwicklung, als Geschichte der Menschwerdung, losgel\u00f6st aus der Natur, aus der Unzivilisiertheit. Damit denken wir auch einen unaufhaltsamen Fortschritt des Menschen hin zur Aufkl\u00e4rung, zur Zivilisation. Einiges davon stimmt ja auch, insbesondere in der Forschung und der Technik.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher wird es nicht verwundern, wenn wir auch gerne der Erz\u00e4hlung nachh\u00e4ngen, dass Rassismus etwas Schreckliches aus unserer Geschichte ist und heute rassistische Vorkommnisse \u2013 etwa am Fu\u00dfballplatz, in der Stra\u00dfenbahn oder im Job \u2013 eher eine Ausnahme, \u00dcberbleibsel aus l\u00e4ngst vergangenen Zeiten, sind. Die Redewendung: \u201eLeider m\u00fcssen wir uns noch immer mit Rassismus besch\u00e4ftigen\u2026\u201c wird immer wieder gerne angewandt. Damit wird insinuiert, dass Rassismus ein \u00dcberbleibsel unserer \u201edunklen\u201c Vergangenheit w\u00e4re, der halt manchmal noch vorkomme.<\/p>\n\n\n\n<p>Die bittere Wahrheit ist hingegen, dass die einzelnen Komponenten des Rassismus, in enger Verbindung mit dem Antisemitismus, ein Kontinuum der Menschheitsgeschichte ist, das mal st\u00e4rker, mal schw\u00e4cher in Erscheinung tritt, aber jederzeit wieder losgetreten werden kann. Der Nationalsozialismus \u2013 eine besonders brutale und systematische, ideologische Form von Rassismus \u2013 war einer der traurigen H\u00f6hepunkte dieser Entwicklung. Nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes stand Rassismus und Antisemitismus in der Weltgemeinschaft in Verruf und war in die Defensive geraten. Aber wer dachte, dass es damit endg\u00fcltig vorbei sei, irrte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcckblickend ist bereits die Entstehung der Idee der Demokratie, von Rassismus (und Sexismus) durchzogen. Die alte griechische Demokratie, die auch immer wieder als Referenzrahmen f\u00fcr die heutigen Formen von Demokratie herangezogen wird, fu\u00dfte auf den Ausschluss der Frauen, der Sklaven und der Zuwanderer.<\/p>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte also die Vermutung aufstellen, dass da bereits ein rassistische Baufehler eingebaut ist. Die Legitimation dieses Ausschlusses lieferte der \u2013 auch heute noch hoch gesch\u00e4tzte \u2013 Aristoteles, der der damaligen Demokratie in Athen skeptisch gegen\u00fcberstand, weil er dem \u201enormalen\u201c B\u00fcrger (sic!) nicht zutraute, richtig zu entscheiden; eine h\u00f6here, nat\u00fcrliche Ordnung w\u00fcrde dazu bef\u00e4higen<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[6]<\/a>. Unter \u201eB\u00fcrger\u201c waren nur M\u00e4nner gemeint.<\/p>\n\n\n\n<p>Um nichts besser und daher genauso blutr\u00fcnstig, verfuhren die beiden gro\u00dfen Missionierungsreligionen, das Christentum und der Islam. Ihr Ausbreitungs- und Unterwerfungsdrang gegen\u00fcber den \u201eunzivilisierten Heiden\u201c f\u00fchrte zu einem mehrere jahrhundertelangem Gemetzel in fast allen Teile der Welt<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[7]<\/a> und es ist bis heute nicht zu Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann dachte man, die Aufkl\u00e4rung w\u00fcrde eine Wende bringen. Diese Denkrichtung, die Ende des 17. Jahrhunderts in Europa entstand und die Vernunft des Menschen in den Mittelpunkt stellte, sowie die bisherigen Ordnungen (Adel) und Erkl\u00e4rungen (der Religion) ins Wanken brachte, startete ihren Siegeszug. Damit verbunden war der Ruf nach mehr Freiheit, Rechten und Menschenw\u00fcrde. Mit dem Zitat: \u201eHabe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!\u201c formulierte Immanuel Kant das Credo dieser Zeit.<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[8]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der franz\u00f6sischen Revolution gelang der verhei\u00dfungsvolle Auftakt einer neuen Epoche. Jedoch wurde bald deutlich, dass dies kein Auftakt, sondern eher eine grausame Wiederholung im neuen Gewand des Bisherigen wurde. Autokratie, Despotie, Gewalt, Willk\u00fcr, Konterrevolution waren die Folge. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Epoche des Sklavenhandels und der Kolonialisierung sind weder von der Aufkl\u00e4rung gestoppt, noch geringer geworden. Im Gegenteil, der technische, \u00f6konomische Fortschritt beschleunigte vielmehr das ganze Unternehmen und begr\u00fcndete die wirtschaftliche Macht sp\u00e4terer reicher L\u00e4nder und Gro\u00dfm\u00e4chte (USA, Gro\u00dfbritannien, Holland, Frankreich etc.)<\/p>\n\n\n\n<p>Und wieder muss eine bereits zuvor erw\u00e4hnte \u201eAufkl\u00e4rungslegende\u201c und Ikone des rationalen Denkens zur Legitimation dieser beispiellosen Unterwerfung von Menschen herhalten:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201e<em>Die Menschheit ist in ihrer gr\u00f6\u00dften Vollkommenheit in der Race der Wei\u00dfen. Die gelben Indianer haben schon ein geringeres Talent. Die Neger sind weit tiefer, und am tiefsten steht ein Teil der amerikanischen V\u00f6lkerschaften. [\u2026] Die Neger von Afrika haben von der Natur kein Gef\u00fchl, welches \u00fcber das L\u00e4ppische stiege.\u201c (Originalzitat: Immanuel Kant)<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\"><strong>[9]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Bundesgesetzblatt f\u00fcr die Republik \u00d6sterreich: Staatsvertrag betreffend die Wiederherstellung eines unabh\u00e4ngigen und demokratischen \u00d6sterreich. Juli 1955<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Europ\u00e4ischer Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte: Europ\u00e4ische Menschenrechtskonvention, Stra\u00dfburg, 1950<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> UNHCR: Abkommen \u00fcber die Rechtsstellung der Fl\u00fcchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Fl\u00fcchtlingskonvention).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[4]<\/a> Siehe auch: https:\/\/fm4v3.orf.at\/stories\/1767688\/index.html<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[5]<\/a> Siehe auch: https:\/\/www.falter.at\/zeitung\/20160525\/der-kampf-um-die-mitte<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[6]<\/a> https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Politik_(Aristoteles)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[7]<\/a> Im, auf reale Vorkommnisse und Figuren beruhenden, Roman \u201eDie Eroberung Amerikas\u201c erz\u00e4hlt der \u00f6sterreichische Autor Franzobel die Selbstverst\u00e4ndlichkeit von rassistischer Grundhaltungen, in Verbindung mit Gier.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[8]<\/a> Vgl. auch: https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/lexika\/das-junge-politik-lexikon\/319867\/aufklaerung\/<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[9]<\/a> Ausf\u00fchrlichere Einordnung des Zitats unter: https:\/\/www.philomag.de\/artikel\/kant-und-der-rassismus-0<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Bei aktuell gef\u00fchrten Diskussionen, f\u00e4llt auf, dass h\u00e4ufig die unterschiedlichen Ebenen durcheinander rutschen. Einzelverhalten wird gesellschaftlich interpretiert, gesellschaftliches Handeln wird nicht als politisches Ph\u00e4nomen erkannt; individualisiert. Es scheint daher sinnvoll zu sein, eine Einordnung und Beurteilungsm\u00f6glichkeiten anzubieten, die dem Ph\u00e4nomen in seiner Gesamtheit gerecht wird.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Wir finden h\u00e4ufig alltagsrassistische Handlungen, Sprache, Postings\/Reden vor, die als Rassismus bezeichnet und gekennzeichnet werden.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Es sind jedoch Haltungen und Handlungen von Einzelpersonen, die kein System, geschweige denn eine durchgehende Strategie und stringente Ideologie, verfolgen. Ihre alltagsrassistischen Haltungen, Handlungen und Aussagen sind oft nicht mal sonderlich durchdacht und plausibel.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie entstehen nicht selten aus der eigenen Lebenssituation und der damit verbundenen Frustration\/Ohnmacht. Sie machen jedoch sehr deutlich, wie tief rassistische Haltungen, Sprachbilder und Aussagen in der Gesellschaft verankert sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hintergrund f\u00fcr solche pers\u00f6nlichen Haltungen ist zumeist ein B\u00fcndel an politisch-ideologischen Vorstellungen, sozio\u00f6konomischen Rahmenbedingungen und vermeintlichen \u201eWahrheiten\u201c in der Gesellschaft, die mehr oder weniger wirkm\u00e4chtig sind. Wie sehr pers\u00f6nliche Meinungen gesellschaftlichen Prozessen unterworfen sind, erkennt man, wenn man in die nahe Vergangenheit zur\u00fcckblickt.<\/p>\n\n\n\n<p>Antisemitismus wurde \u2013 etwa in der Zwischenkriegszeit \u2013 als v\u00f6llig normal angesehen. Das Bekenntnis etwa &#8222;Ich bin Antisemit&#8220; war durchaus \u00fcblich. Die Ungleichbehandlung von Frauen war in den 1960er und 1970er Jahren in \u00d6sterreich noch gesetzlich verankert. Der gesellschaftliche politisch-juristische Rahmen bestimmt die Haltung des Einzelnen mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir erkennen Rassismus relativ leicht, wenn er au\u00dferhalb der Norm erfolgt und wenn diese von einer einzelnen Person oder einer kleinen sichtbaren Gruppe (z.B. \u201eIdentit\u00e4re\u201c oder \u201eUltragruppen\u201c) ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch diese Zuordnung und Sichtbarkeit lassen wir uns gerne dazu verleiten, Diskriminierung auf einer pers\u00f6nlichen Ebene zu verhandeln und ausgrenzende, rassistische Motive den einzelnen Personen zu unterstellen; was in den genannten F\u00e4llen bei ersterer sicher, bei zweiterer aber nicht automatisch der Fall sein muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Handlungen sind aber definitorisch eher als rassistisch und nicht als Rassismus zu bezeichnen, weil sie Akte von Individuen sind.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Solche alltagsrassistischen Handlungen k\u00f6nnen jedoch gezielt eingesetzt werden, von Gruppen, Personen, Parteien die sehr wohl einen Plan, eine Ideologie verfolgen.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Durch die technische Entwicklung auf der Ebene der digitalen Medien sind dabei &#8222;Shitstorms&#8220; durch Fake-Accounts und Social-Bots ein relativ neues Ph\u00e4nomen geworden und mit zu bedenken. Die Postings suggerieren uns n\u00e4mlich ein handelndes Individuum, eine echte Person, was sie nicht sind. Viel eher stecken dahinter Strategien und Motive von bestimmten Gruppen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u2026 zum Rassismus<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Rassismus selbst ist jedoch ein gesellschaftliches System, das nach bestimmten Regeln abl\u00e4uft und Zutaten braucht, um als Rassismus bezeichnet zu werden. Im Folgenden 7 notwendige Aspekt  zur Einordnung:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Konstruktion von \u201enaturgegebenen, unwandelbaren Merkmalen\u201c.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Siehe auch die Erl\u00e4uterungen im Teil zu \u201eRasse\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>2. <strong>Klassifizierung in h\u00f6her- und minderwertig<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Konstruktion erfolgt immer eine Klassifizierung.<\/p>\n\n\n\n<p>3. <strong>Die Merkmale werden mit Eigenschaften verbunden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Merkmale werden naturalisiert, sie sind untrennbar mit den \u00e4u\u00dferen Merkmalen verkn\u00fcpft.<\/p>\n\n\n\n<p>4. <strong>Verallgemeinerung (Stereotypisierung) und negative Zuschreibung \u2013 Konstruktion \u201eder Anderen\u201c folgt auf den Fu\u00df.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Schritte 1-4 werden auf die gesamte Gruppe ausgeweitet und generalisiert. Die Zuordnung kommt fast immer vor.<\/p>\n\n\n\n<p>5. <strong>Ausgrenzungspraktiken (Institutionalisierung)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Rassismen werden zu einer einge\u00fcbten Praxis in der Gesellschaft, als Legitimation in der Politik und weiten sich auf alle Bereiche des Lebens aus.<\/p>\n\n\n\n<p>6. <strong>Element der Macht (Durchsetzung der Bilder, der Ausgrenzungspraktiken\u2026)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eines der wichtigsten Voraussetzungen, um all die zuvor genannten Punkte gesellschaftlich wirksam werden zu lassen: Es bedarf der entsprechenden Ressourcen,  und Mittel, diese Bilder und Stereotypen zu etablieren und in der Gesellschaft wirksam werden zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>7. <strong>Rassismus etabliert sich als Mittel zur Unterdr\u00fcckung und institutionellen Diskriminierung (in Polizei, Justiz\/Gesetzen, Medien, Bildung, Kunst und Kultur etc.)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist der letzte Schritt und legt schlie\u00dflich Zeugnis ab, dass Rassismus tief in die Gesellschaft eingeschrieben ist, wenn etwa rassistische und diskriminierende Gesetzesvorlagen als legitim gesehen werden, ausgrenzendes Verhalten akzeptiert wird und gleiche Regeln zu ungleicher Behandlung f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das meiste davon erfolgt abseits der \u00d6ffentlichkeit. Dort wo es sichtbar wird, steht jedoch eine breite Mehrheit der Bev\u00f6lkerung dahinter, weil sie aus der Diskriminierung Vorteile\/Bevorzugung ziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiele daf\u00fcr sind etwa in der Schule, am Arbeits- und Wohnungsmarkt zu finden. Aber auch bei der Polizei. So erhalten z. B. Kinder, die erst im Kindergarten Deutsch lernen, oftmals keine Gymnasialempfehlung, obwohl die Leistung und das Potenzial daf\u00fcr vorhanden w\u00e4ren<\/p>\n\n\n\n<p>Er findet sich auch bei der Polizei wieder und l\u00e4uft unter  \u201eRacial oder ethnic Profiling\u201c<em><a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\"><strong>[10]<\/strong><\/a><\/em> Trotz des gesetzlichen Verbotes polizeiliche Kontrollen aufgrund von physischen Merkmalen wie Hautfarbe oder der (vermuteten) ethnischen Zugeh\u00f6rigkeit, Religion oder nationaler Herkunft durchzuf\u00fchren,  kommt es immer wieder zu solchen Kontrollen durch die Polizei.<\/p>\n\n\n\n<p>Struktureller Rassismus findet sich auch in der ungleichen Behandlung durch die Rechtslage wieder. Demnach wird die Erlangung der Staatsb\u00fcrgerschaft f\u00fcr eingewanderte Personen besonders erschwert oder durch Gesetzesregelungen, die die doppelte Staatsb\u00fcrgerschaft verbieten, werden Menschen gezielt ungleich behandelt. Dadurch werden ihnen unter anderem gewisse Menschenrechte, wie das Recht zu w\u00e4hlen, verwehrt.<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[11]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em><a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1<\/a><\/em><a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">0]<\/a>Statista (2020): Umfrage zur Durchf\u00fchrung einer Studie zu Racial Profiling bei der deutschen Polizei. <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1171177\/umfrage\/umfrage-zur-durchfuehrung-einer-studie-zu-racial-profiling-bei-der-deutschen-polizei\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1171177\/umfrage\/umfrage-zur-durchfuehrung-einer-studie-zu-racial-profiling-bei-der-deutschen-polizei\/<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><em><a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[11]<\/a><\/em><a href=\"https:\/\/www.vielfalt-mediathek.de\/kurz-erklaert-struktureller-rassismus\">https:\/\/www.vielfalt-mediathek.de\/kurz-erklaert-struktureller-rassismus<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Burg-Nordengland-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1875\" style=\"width:374px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Burg-Nordengland-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Burg-Nordengland-225x300.jpg 225w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Burg-Nordengland-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Burg-Nordengland-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Burg-Nordengland-750x1000.jpg 750w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Burg-Nordengland-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Struktureller (institutioneller) gesellschaftlicher Rassismus <\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Wir erkennen Rassismus und Diskriminierung bei \u201eRandgruppen\u201c relativ leicht. Insbesondere, wenn diese uns von Politik und \u00d6ffentlichkeit als das pr\u00e4sentiert werden, was sie sein sollen; als nicht akzeptierte Teile unseres \u201eNormalbegriffs\u201c. Wenn es sich um \u201eRadikale\u201c handelt: Fu\u00dfballhooligans, oder Ultras, M\u00e4rsche von \u201eSchwarzen Bl\u00f6cken\u201c oder neonazistische Aufm\u00e4rsche, Aktionen der Identit\u00e4ren etc., da sind wir uns als Gesellschaft rasch einig.<\/p>\n\n\n\n<p>Die werden einhellig verurteilt, abgesehen von der FP\u00d6 und deren unmittelbarem rechtsextremen Umfeld. Daf\u00fcr gibt es einen breiten Konsens. Slogans wie \u201eKein Platz f\u00fcr Rassismus\u201c oder \u201eRote Karte f\u00fcr Rassismus\u201c folgen umgehend.  <\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Konsens geht aber in der Regel nie sehr weit. Es folgert nichts daraus. Die sozialen, gesellschaftlichen Umst\u00e4nde und die Ma\u00dfnahmen gegen Rassismus bleiben die gleichen, wie sie zuvor auch schon vorhanden waren. Antirassistische und Antidiskriminierungsarbeit wird einigen wenigen Organisationen, zumeist NGOs \u00fcberlassen, die das in einem gewissen, kleinen Umfang als staatlichen Auftrag \u00fcbernehmen und daf\u00fcr Projektf\u00f6rderungen erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Struktureller (institutioneller), gesellschaftlicher Rassismus ist jedoch wesentlich schwerer zu identifizieren:<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Weil er sich innerhalb des akzeptierten \u201eNormalen\u201c abspielt,<\/li>\n\n\n\n<li>weil es kein \u201eschwarzer Block oder mit Hitlergru\u00df posierende Rechtsradikale\u201c,<\/li>\n\n\n\n<li>sondern angesehene, in der Mitte postierte und innerhalb der Normen auftretende Personen sind,<\/li>\n\n\n\n<li>weil es auf digitalen und vernetzten Plattform erfolgt und die Personen und Gruppen dahinter meist verschwinden,<\/li>\n\n\n\n<li>und weil es dennoch Menschen bleiben, welche die da hinter liegenden Regeln und Normen vertreten und durchsetzen.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Jedoch hat diese \u2013 damit verursachte \u2013 eingeschr\u00e4nkte Sicht erhebliche Auswirkungen auf die L\u00f6sung des Problems. Denn wesentliche Aspekte der Dimensionen und Ursachen f\u00fcr Rassismus und Diskriminierung bleiben unbeachtet. Das sind eben strukturelle Bedingungen. Darunter versteht man im weitesten Sinne Rahmenbedingungen, unter den Menschen aufeinandertreffen; etwa in \u00c4mtern, in der Schule, in der Arbeit.<\/li>\n\n\n\n<li>Strukturelle\/r Rassismus und Diskriminierung bezeichnet alle Formen, die aufgrund bestimmter Normen \u2013 sprich Normalit\u00e4t \u2013 und Wertvorstellungen in der Gesellschaft vorhanden sind und sich durch Gesetze, oft aber auch nur durch interne Regeln, administrative Normen manifestieren.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\">Zum Ziele einer gerechten Auswahl lautet die Pr\u00fcfungsaufgabe f\u00fcr sie alle gleich:<br><strong>\u201eKlettern sie auf den Baum!&#8220;<\/strong><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[12]<\/a><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"614\" src=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/klettern-auf-Baum-1024x614.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1876\" style=\"width:525px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/klettern-auf-Baum-1024x614.png 1024w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/klettern-auf-Baum-300x180.png 300w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/klettern-auf-Baum-768x461.png 768w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/klettern-auf-Baum-750x450.png 750w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/klettern-auf-Baum.png 1134w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Administration, Verwaltung ist oft betroffen und gef\u00e4hrdet, aufgrund allgemeiner, f\u00fcr alle g\u00fcltigen Regeln Ausschlussmechanismen zu produzieren. Denn die Regel \u201ef\u00fcr alle\u201c ist in der \u00fcberwiegenden Mehrzahl der F\u00e4lle auch auf eine bestimmte homogene Dominanzgruppe abgestellt. Als Beispiel sei \u201eDeutsch als Amtssprache\u201c genannt, die f\u00fcr Beh\u00f6rden und \u00c4mter, Einrichtungen der Verwaltung und Versorgung gilt und damit all jene ausschlie\u00dft oder die H\u00fcrden erheblich erschwert, die nicht oder nur ungen\u00fcgend Deutsch sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinter diesem Postulat steht eben auch ein nach wie vor bestimmendes Bild, wie die \u00f6sterreichische Bev\u00f6lkerung zu sein hat: n\u00e4mlich wei\u00df, katholisch, l\u00e4ndlich und Deutsch sprechend (siehe auch Leitbildkulturdiskussion der \u00d6VP).<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant wird das Thema dann, wenn es sich um \u201eBeziehungen\u201c handelt, die durch Machtassymetrien und Rollen konstituiert werden; wie etwa im Klient*innenkontakt<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[13]<\/a> bei \u00c4mtern, Beh\u00f6rden oder in der Schule. Analysiert man die dabei entstehenden Konflikte, so kommt zutage, dass sie rasch individualisiert und, sobald es sich um einen imaginierten oder vermeintlichen \u201eMigrationshintergrund\u201c handelt, auch kulturalisiert<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[14]<\/a> werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Vermeintlich deswegen, weil ja gerade Menschen, die unter die Kategorie BIPoC<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[15]<\/a> fallen, rasch unterstellt wird bzw. automatisch angenommen wird, sie seien keine \u00d6sterreicher*innen und nicht hier geboren (Vorurteil und Stereotyp).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Verwechslung der Ebenen <\/h4>\n\n\n\n<p>Die Herausforderung der Bek\u00e4mpfung struktureller Diskriminierung und des Rassismus besteht aber auch darin, die oft naheliegende Erkl\u00e4rung (Konflikt zwischen zwei Personen aufgrund der Kultur, aufgrund der rassistischen Haltung oder \u00e4hnlichem) kritisch zu hinterfragen. Denn m\u00f6glicherweise handelt es sich um ein strukturelleres Problem. Denn damit w\u00e4ren die L\u00f6sungen (die Kommunikation verbessern, interkulturelle Kompetenz der Mitarbeiter*innen steigern, Mediation, etc.), die h\u00e4ufig angeboten werden, ebenfalls zu hinterfragen, weil sie am Kern des Problems vorbei gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Praxis zeigt sich, dass die Ursachen f\u00fcr die Diskriminierung und den rassistischen Haltungen wesentlich schwieriger zu identifizieren sind. Es kann also konstatiert werden, dass rasche, allgemein anerkannte L\u00f6sungen der Probleme, die sich \u201enur\u201c auf eine individuelle Defizitbehebung konzentrieren, diese jedoch mitunter verschleiern und nur Symptombek\u00e4mpfung sind. Nach dem Motto: \u201eDie Mitarbeiter*in m\u00fcsse eben sensibilisiert werden, da sie rassistisch denkt und agiert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Lohnenswert w\u00e4re vielmehr sich auf eine tiefere, differenzierte Ursachenforschung zu begeben und die organisationale, strukturelle Ebene mit einzubeziehen und den Fokus auf den Konflikt, der sich zwischen zwei Personen entfacht hat, n\u00e4her zu betrachten und die Rahmenbedingungen unter denen Menschen miteinander \u2013 etwa in Organisationen (Schule, Verwaltung; Arbeitsmarktservice etc.) \u2013 in Kontakt treten, mit ein zu beziehen.\u201c<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[16]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Beispiele solcher Analysen ergaben, dass \u2013 durch die \u00d6konomisierung und Rationalisierungstendenzen von \u00f6ffentlichen Diensten \u2013 die Arbeitsbedingungen von Mitarbeiter*innen verschlechtert wurden und es mitlerweile durchaus \u00fcblich ist, dass ein Zeitkontingent pro Klient*in vorgeschrieben wird, unter dem Deckmantel der Effektivit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Beispiel aus der Praxis<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\"><strong>[17]<\/strong><\/a>:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In vielen Bereichen der \u00f6ffentlichen Verwaltung ist es \u00fcblich, dass ein Zeitkontingent pro Klient*in den Mitarbeiter*innen vorgeschrieben wird. Damit wird der Druck auf die, meist schon kurze, Beziehung der beiden Parteien, da Beh\u00f6rdenvertreter*in, dort Antragsteller*in (\u201eBittsteller*in\u201c) beeinflusst.<\/p>\n\n\n\n<p>Rasch werden im Alltag \u201eschwierige Klient*innen\u201c ausgemacht, identifiziert. Das sind jene, die aufgrund verschiedener \u201eDefizite\u201c das Zeitkontingent aussch\u00f6pfen, ja oftmals \u00fcberziehen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[12]<\/a>Traxler, Hans, in: Klant, Michael: SchulSpott, Karikaturen aus 2500 Jahren P\u00e4dagogik, Fackeltr\u00e4ger-Verlag. Hannover, 1983<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[13]<\/a> Der Begriff Klient*in wird hier als Generalbegriff verwendet, da in den verschiedenen Themenfeldern (Soziales, Gesundheit, Jugend, Arbeitsmarkt etc.) verschiedene Begriffe verwendet werden, wie etwa Kund*innen, Patient*innen und \u00e4hnliches<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[14]<\/a> Mit Kulturalisierung und Ethnisierung wird ein politischer Prozess beschrieben, der dazu f\u00fchrt, dass Unterschiede betont und fixiert werden und eine Problemsicht dieser Unterschiede entsteht. Die vermeintlichen kulturellen Unterschiede werden schlie\u00dflich als die Hauptursache f\u00fcr Konflikte ausgemacht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[15]<\/a> https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Person_of_color<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[16]<\/a> Die Abs\u00e4tze davor sind in redigierter Fassung dem Beitrag \u201eStrukturelle Diskriminierung als Verhinderung der Partizipation und Inklusion\u201c (S. 66 ff) aus dem Tagungsband \u201eFit f\u00fcr Vielfalt?\u201c anl\u00e4sslich des 5-j\u00e4hrigen Bestehens von Ikemba entnommen, Graz 2012.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[17]<\/a> Die Erkenntnisse, die hier referiert werden, stammen aus einem mehrj\u00e4hrigen Projekt des Vereins Zebra, im Rahmen des Projektes Midas (2002 -2004), das von der EU gef\u00f6rdert worden war. Im Rahmen einer einj\u00e4hrigen Projektpartnerschaft mit einer Verwaltungseinrichtung in Graz, wurden Potenziale und Hindernisse im beh\u00f6rdlichen Umgang mit Migrant*innen erforscht.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Schwierige Klient*innen?<\/h4>\n\n\n\n<p>Das sind Menschen, die die Sprache nicht vollst\u00e4ndig verstehen, leseschwach sind oder schlecht sehen oder h\u00f6ren, die aufgrund ihres Alters generell langsamer sind, die mit solchen Situationen bei einem Amt oder einer Stelle \u00fcberfordert sind und daher Dokumente nicht dabei haben, die psychisch beeintr\u00e4chtigt sind, die mit 3 Kindern vor den Mitarbeiter*innen stehen u.v.m.<\/p>\n\n\n\n<p>Daraus entsteht eine Dynamik, in der die Mitarbeiter*innen unterschiedlich darauf reagieren beginnen. Manche Beh\u00f6rdenvertreter*innen haben Geduld und helfen den \u201eKlient*innen\u201c, bleiben freundlich und hilfsbereit. Sie weisen aber in der Folge regelm\u00e4\u00dfig Zeit\u00fcberschreitungen auf, bzw. k\u00f6nnen weniger Klient*innen betreuen, als andere Kolleg*innen. Was entweder zu R\u00fcgen von Seiten der Leitung und\/oder auch zur Kritik von Kolleg*innen f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Andere wiederum bleiben bei der Zeitvorgabe, sind, um die Vorgabe zu erf\u00fcllen, abweisend und rigide im Umgang mit dem Klient*innen. Sie helfen weniger, sind ungeduldig, schicken die Personen schneller weg, wenn die Zeit um ist. Dies f\u00fchrt allerdings, nicht wie man vermuten m\u00f6chte, zu Beschwerden der Klient*innen, sondern bleiben h\u00e4ufig undokumentiert, also ohne Folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Personen aus den oben beschriebenen Gruppen, sind aus den verschiedensten Gr\u00fcnden nicht in der Lage sich zu beschweren, lassen die Vorgangweise vielmehr \u00fcber sich ergehen, w\u00e4hlen Umwege. Jene Mitarbeiter*innen, die als unfreundlich (oder als B\u00f6se oder als Rassisten) wahrgenommen  werden, werden gemieden, wenn es m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Es erfolgt weitgehend unbemerkt eine \u201eKund*innenstromverschiebung\u201c. Die \u201eschwierigen Klient*innen\u201c gehen zu den \u201efreundlichen Beh\u00f6rdenvertreter*innen\u201c. Was wiederum dazu f\u00fchrt, dass bei jenen noch l\u00e4ngere Warteschlangen entstehen und sie noch weniger mit ihren Zeitkontingenten zurechtkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Schritt ist, dass auch die \u201eWohlwollenden\u201c umschalten und rigide und abwehrend werden. Viele Mitarbeiter*innen, beider Gruppen wohlgemerkt, die derartige Vorg\u00e4nge in Interviews beschrieben und die sich durch Beobachtungen best\u00e4tigen lie\u00dfen, sind mit ihrer Arbeit nicht zufrieden und oft frustriert. Sie wissen insgeheim, dass sie ihren Auftrag der Kund*innenbetreuung und der Manuduktionspflicht<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[18]<\/a> nicht erf\u00fcllen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele der Mitarbeiter*innen wissen auch, dass sie unfreundlich sind, dass sie sich diskriminierend verhalten und manchmal auch rassistisch sind. Die \u201eUnterwerfung unter und Umsetzung der Regel\u201c ist ihnen jedoch wichtiger, als von den Klient*innen gesch\u00e4tzt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bedeutung der Peer Gruppe (Arbeitskolleg*innen) einerseits und andererseits das Rollen- und Normenverhalten der Vorgesetzten darf nicht untersch\u00e4tzt werden. Je nachdem, ob es eine kritische Reflexion und interne Austauschm\u00f6glichkeiten gibt und F\u00fchrungskr\u00e4fte tats\u00e4chlich f\u00fchren und unterst\u00fctzen und damit eine aktive Rolle einnehmen oder das Verhalten still oder manchmal sogar offen f\u00f6rdern und damit legitimieren, entwickelt sich eine respektvolle oder diskriminierende-rassistisch abwertende Arbeitsatmosph\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>In Einrichtungen (Administration, Verwaltung, \u00c4mter) die sich in den letzten Jahrzehnten unter der neoliberalen Offensive \u00f6konomischen Kriterien angeeignet haben und streng nach Effizienzkriterien arbeiten, steht die Kund*innenzufriedenheit, die Qualit\u00e4t der Beratung\/Aufkl\u00e4rung auch nicht auf der Priorit\u00e4tenliste der F\u00fchrung. Der oben beschriebene \u201eTeufelskreis\u201c wird daher in vielen Organisationen kaum wahrgenommen, keine hohe Priorit\u00e4t zu Teil und wird daher negiert bis akzeptiert.  Der Teufelskreis dreht sich damit weiter und setzt sich als allgemein anerkannte &#8222;Organisationskultur&#8220; durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Klassische Formen, die damit eihner gehen,  sind das Verallgemeinerungsargument, die Stereotypisierung und die Opfer-T\u00e4ter Umkehr (Nicht wir sind das Problem, sondern die \u201e\u2026\u201c, weil die k\u00f6nnen ja kein Deutsch oder wollen sich nicht integrieren, oder sind zu bl\u00f6d, das zu verstehen etc.), was ja h\u00e4ufig \u00fcbernommen wird und zu einer allgemeing\u00fcltigen \u201eMeinung\u201c und zu einem Konsens erw\u00e4chst.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Mitarbeiter*innen in so einem System aber generell Rassismus zu unterstellen, ist als Verallgemeinerungsargument ebenso schnell zur Hand, wird jedoch der Komplexit\u00e4t der Beziehung nicht gerecht. <\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es Menschen, die tats\u00e4chlich rasch rassistische \u00c4u\u00dferungen und Handlungen t\u00e4tigen und damit zur Stelle sind und kaum andere Sichtweisen zulassen. Aber viele Mitarbeiter*innen sind vielmehr durch die Rahmenbedingungen (Strukturen) in eine Rolle hineingedr\u00e4ngt worden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[18]<\/a> https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Manuduktionspflicht<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"480\" height=\"640\" src=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/IMG_5044-rotated.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1877\" style=\"width:422px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/IMG_5044-rotated.jpg 480w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/IMG_5044-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Eine umfassende Analyse dieser Beobachtungen der Abl\u00e4ufe in beh\u00f6rdlichen Organisationen und die dahinterliegenden Normen und Regeln ergeben andere Bilder, als die schnell formulierten Rezepte und Schuldzuweisungen. <\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde im genannten Beispiel offensichtlich, dass \u2013 durch die \u00d6konomisierung und Rationalisierungstendenzen von \u00f6ffentlichen Diensten \u2013 die Arbeitsbedingungen von Mitarbeiter*innen drastisch versch\u00e4rft und verschlechtert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im t\u00e4glichen Arbeiten werden durch die Einf\u00fchrung von \u00f6konomischen Parametern und Effizienzkriterien zur Leistungssteigerung die Entscheidungs- und Handlungsspielr\u00e4ume der Mitarbeitenden eingeschr\u00e4nkt, ja genommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Handlungsabl\u00e4ufe werden strukturiert und systematisiert. Derartige, nach Effizienzkriterien eingef\u00fchrte Systeme,  blenden wichtige Aufgaben f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit aus. Gerade diese sind es jedoch, die eigentlich entscheidend sind. Das sind etwa Kund*innenzufriedenheit, die schon erw\u00e4hnte Hilfestellung im Verfahren und das Prinzip der Dienstleistung f\u00fcr die Allgemeinheit.<\/p>\n\n\n\n<p> Dass hier der allgemein \u00f6ffentliche Diskurs \u00fcber \u201eAusl\u00e4nder\u201c und die rassistischen Narrative einer Regierungspartei und\/oder Teilen der Opposition und zahlreicher Massenboulevardzeitungen nicht f\u00f6rderlich ist, sei hier nur als Randnotiz erw\u00e4hnt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Ein Thema, welches auf der Metaebene verhandelt werden m\u00fcsste, w\u00e4re die Frage nach den Mittelvergaben, sowie der Planung von Vorhaben, die die Allgemeinheit benutzt. Am Beispiel der Konstruktion von Stra\u00dfenbahnen kann man das Prinzip gut erkl\u00e4ren. <\/p>\n\n\n\n<p>Viele Jahrzehnte waren diese nicht daf\u00fcr konzipiert, dass Menschen mit Rollst\u00fchlen, Kinderw\u00e4gen und\/oder Einkaufstaschen die Stra\u00dfenbahn benutzen. Das Vorbild war ein gesunder Mann, mittleren Alters mit maximal einer Tasche in der Hand, dem es nicht schwer f\u00e4llt, drei hohe Stufen zu erklimmen, um in den Innenraum zu kommen.  Barrierefreiheit und auf die Bed\u00fcrfnisse der Nutzer*innen abstellen, ist erst in den letzten  Jahrzehnten zum Durchbruch verholfen worden. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Mittelvergabe, wer bekommt was, um was zu erreichen, ist dies jedoch nach wie vor ausstehend. Am Beispiel der Mittelvergabe f\u00fcr Schulen herrscht noch immer ein \u201eGleichheitsprinzip\u201c vor: Alle Schulen bekommen das Gleiche. <\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl man mittlerweile wei\u00df, dass es unterschiedliche Herausforderungen an Schulen gibt und es Standorte gibt, die aufgrund des soziodemografischen Umfeldes wesentlich mehr Aufgaben zu bew\u00e4ltigen haben, als andere<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[19]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[19]<\/a> Siehe auch j\u00fcngsten Vorschlag der Armutskonferenz: https:\/\/science.apa.at\/power-search\/11463067348217944381<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The never ending story, Part Two Im Rahmen der mehrteiligen Serie \u201eDie Legitimationslegende\u201c wird Rassismus aus mehreren \u2013 zumeist zu kurz gekommenen \u2013 Seiten beleuchtet und analysiert. \u00a0Im zweiten Teil geht es um die Kontinuit\u00e4ten, der Unterscheidung zwischen rassistisch und Rassismus und den Schwierigkeiten, institutionell verankerte Ungleichbehandlung nicht nur rassistisch zu interpretieren. 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