{"id":1440,"date":"2021-05-04T13:21:32","date_gmt":"2021-05-04T13:21:32","guid":{"rendered":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/?p=1440"},"modified":"2021-06-18T09:12:03","modified_gmt":"2021-06-18T09:12:03","slug":"66-meter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/66-meter\/","title":{"rendered":"66 Meter"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><span style=\"color:#127ba8\" class=\"has-inline-color\"><a href=\"https:\/\/www.edition-schreibkraft.at\/text\/66-meter\/\">Schreibkraft #36\/37: Ordin\u00e4r<\/a><\/span><\/h4>\n\n\n\n<p>Klaus ist an diesem Tag, an dem das alles geschieht, 38 Jahre, 142 Tage und 10 Stunden alt. Am Donnerstagabend letzter Woche entschied er sich, f\u00fcr einige Tage in den S\u00fcden zu verreisen. Das tut er \u2013 wenn es die Arbeit erlaubt \u2013 mindestens einmal im Jahr. Meist, wenn der Fr\u00fchling Einzug gehalten hat. Klaus arbeitet in einer Werbeagentur, hantiert im Alltag mit Texten, Spr\u00fcchen, \u00dcberschriften. Aber das ist nicht alles. Er glaubt fest daran, dass er zu mehr berufen ist, als nur schn\u00f6de Auftragswerke und Textbausteine zu produzieren. Klaus will Literat werden, Autor, Erz\u00e4hler. Zu mehr als einigen Kurzgeschichten, die bei Wettbewerben bisher nicht re\u00fcssieren konnten, langte es nicht. Noch nicht, wie er immer betont.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ein warmer Fr\u00fchsommertag. Die Zypressen und Pinienw\u00e4lder verstr\u00f6men ihren bet\u00f6renden Duft, der f\u00fcr ihn so stark und intensiv S\u00fcden beschreibt. Er ist in einem teuren anthrazitfarbenen Armani Anzug geh\u00fcllt, hat gewagt, ein karmesinrotes Hemd ohne Krawatte angezogen und tr\u00e4gt seine teuren Schl\u00fcpfer ohne Socken, so wie er es bei M\u00e4nnern im S\u00fcden h\u00e4ufig gesehen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Klaus ist auf der engen und gebirgigen Stra\u00dfe viel zu schnell unterwegs. Weil das zu ihm geh\u00f6rt, weil das den Kitzel ausmacht. Traurig und erhaben, melancholisch und euphorisch und vor allem bet\u00f6rt von sich selbst und seinem blitzroten Alfa Sportcabrio, lenkt, schaltet, gibt Gas, bremst, trinkt aus dem Coffee to Go-Becher und testet die Tourenzahlen und den besten Beschleunigungspunkt seiner G\u00e4nge. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Aus den Lautsprechern dr\u00f6hnt Turandot von Puccini. Er h\u00f6rt die ersten Noten von Nessun Dorma, die gro\u00dfartigste Arie, die er kennt, wie er nicht m\u00fcde wird, zu betonen. Sei Handy l\u00e4utet, das auf dem Beifahrersitz liegt. Er schaut auf das Display. Sie ruft an, aber er will mit ihr jetzt nicht reden, nicht jetzt. Dr\u00fcckt sie weg.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/sk36-37-cover-1-1110x1110-1-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1442\" width=\"165\" height=\"165\" srcset=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/sk36-37-cover-1-1110x1110-1-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/sk36-37-cover-1-1110x1110-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/sk36-37-cover-1-1110x1110-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/sk36-37-cover-1-1110x1110-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/sk36-37-cover-1-1110x1110-1-750x750.jpg 750w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/sk36-37-cover-1-1110x1110-1.jpg 1110w\" sizes=\"(max-width: 165px) 100vw, 165px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><strong>0 Meter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem lauten Knall durchst\u00f6\u00dft er die l\u00e4cherliche Holzimitation einer Leitplanke. Im Bruchteil einer Sekunde verstellt ihm die nach oben auffliegende Motorhaube die Sicht. Die Stimme setzt ein und haucht &#8222;Nessun dorma&#8220; aus den Boxen. Oh Gott, was hab ich getan.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich sitze auf der R\u00fcckbank, hinter dem Lenkersitz. Im Auto pl\u00e4rrt das Lied Orange von Wilfried. Neben mir in der Mitte sitzt eine fremde Frau, eine fremde junge Frau, die zu oft und zu laut lacht. Auf der anderen Seite rechts neben der Frau sitzt mein Vater. Er ist jung, eigentlich sehr jung. Wir alle kommen von einem Fu\u00dfballspiel, einem Hobbytruppenfu\u00dfballspiel. Ich durfte dabei sein, an einem Samstagnachmittag. Der Lenker, der linke Au\u00dfenverteidiger, rast die Ries hinunter, Richtung Stadt. Ich habe Angst, weil es so schnell geht. In den Linkskurven dr\u00fcckt es mich an die Frau, in den Rechtskurven dr\u00e4ngt sie sich an mich. Es ist unangenehm, ihr Gewicht und ihre Haut zu sp\u00fcren und ihr Parf\u00fcm zu riechen. Sie lacht immer wieder auf und es scheint ihr zu gefallen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDu hast mir mein Orange verpatzt\u201c. Sie, der Au\u00dfenverteidiger und Papa singen die Zeile mit. Sie singt, halb fl\u00fcsternd ihm den Text ins Ohr. Ich verstehe ihn nicht. Sie lacht auf und ihre H\u00fcfte und ihr Oberschenkel dr\u00fccken sich gegen mich. Sie schaut mich an und wird in der Kurve wieder an mich gedr\u00fcckt, mit mehr als nur ihrer H\u00fcfte. Sie verstrubbelt meine Haare, die ich gleich wieder glatt streife. Mir gef\u00e4llt die Stimmung nicht. Das ganze gef\u00e4llt mir nicht, \u00fcberhaupt nicht. Warum ist meine Mutter nicht da? Mir ist das alles peinlich. Die beiden sind ordin\u00e4r. Und \u00fcberhaupt, sie tun so, als geh\u00f6rten sie zusammen. Das tun sie nicht. Meine Mama geh\u00f6rt zu meinem Papa.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Fortsetzung<\/em> 2. Teil:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDu hast mich in die Nacht gedr\u00e4ngt. Du hast mir Bitter in mein S\u00fc\u00df gemengt.\u201c Ich wage nicht, r\u00fcber zu sehen, was auf meiner rechten Seite passiert. Dann ist Gott sei Dank Schluss. Wir haben es geschafft. Ich springe aus dem Auto; laufe zum Lokal, in das wir einkehren. Sp\u00e4ter tanzen sie im Lokal, wieder zum gleichen Lied, das sie in der Jukebox ausgesucht hat. Soll ich Mama alles erz\u00e4hlen? Oder bin ich Teil des Geheimnisses. Ich hab immerhin ausnahmsweise ein Cola bekommen. Und \u00fcberhaupt, was sollte ich erz\u00e4hlen, es ist eigentlich nichts passiert. Nix passiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10 Meter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Motor heult auf und der Alfa Romeo bewegt sich mit sperrangelweitem Maul nach unten. Es geht steil bergab, nach unten, an schroffen Felsen entlang, der freie Flug beginnt. Er hat einen irreversiblen Fehler begangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war das Jahr 2019, daran erinnert sie sich genau. Saisonstart, ein Konzert mit mehreren Bands. Sie geht dorthin, weil Clara Luzia spielt und die Frau mag sie. Mehrere Bands auf zwei B\u00fchnen \u2013 Clara Luzia spielt im gro\u00dfen Saal. Am Ende des Konzertes kommt die 104 Jahre alte Anna Rupar mit Rollator auf die B\u00fchne und singt erstmals in ihrem Leben auf einer B\u00fchne, vor so viel Publikum. F\u00fcr die ORF Dok1 Sendung \u201eNie zu sp\u00e4t \u2013 Die Tr\u00e4ume der Hundertj\u00e4hrigen\u201c mit Lisa Gadenst\u00e4tter stimmen die beiden das Lied \u201eF\u00fcr mich soll&#8217;s rote Rosen regnen\u201c von Hildegard Knef an. Es ist ber\u00fchrend, wie Clara Luzia die betagte Anna begleitet, f\u00f6rdert und f\u00fchrt. Das Publikum ist gro\u00dfartig, es applaudiert frenetisch und fordert Zugabe. Vielen stehen Tr\u00e4nen in den Augen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/P1040718-1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1451\" srcset=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/P1040718-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/P1040718-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/P1040718-1-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/P1040718-1-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/P1040718-1-750x1000.jpg 750w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/P1040718-1-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Dann ist kurz Pause und als n\u00e4chster Act wird eine schwedische Band angepriesen, die eine gro\u00dfe \u00dcberraschung sei, wie der Ank\u00fcndigungstext versichert. Frohnaturen, Dauerlachen im Gesicht, alles cool. Dann sieht sie etwas sehr Irritierendes auf der B\u00fchne. Der Gitarrist und S\u00e4nger spuckt einen riesigen Batzen Speichel und Schleim in hohem Bogen \u00fcber die Gitarren-Amps nach hinten. Das gibt\u2019s doch nicht, denkt sie sich. Hab ich das jetzt echt gesehen? Wie unappetitlich und ordin\u00e4r war das denn? Und das von einem Schweden? Ah, das war ihr positives Vorurteil. Nach dem n\u00e4chsten Lied wiederholt er es, wieder ein riesiger Schleimbatzen nach hinten. Also kein einmaliger Ausrutscher. Sie geht.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><strong>19 Meter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein nicht wieder gut zu machender Fehler, ein Moment der Unachtsamkeit. Alles wegen Claudia, was muss sie auch genau jetzt anrufen. Verdammt, es geht immer weiter runter. Aber er sieht nichts, nur eine rote Motorhaube und das Armaturenbrett. Das Auto kippt und beginnt sich vorn\u00fcber zu drehen. Sein Laptop, der am R\u00fccksitz abgelegt war, verl\u00e4sst blitzschnell seinen Platz, fliegt an ihm haarscharf vorbei, knallt an die Vorderscheibe und klettert anschlie\u00dfend \u00fcber die Windschutzscheibe hinaus, flieht in die \u2013 nur kurz w\u00e4hrende \u2013 Freiheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Job war todlangweilig und nebenbei gef\u00e4hrlich. Ich musste in einem Rohbau im achten Stock den Schutt wegr\u00e4umen. Immer das gleiche, den Dreck und Schutt mit einem gro\u00dfen Besen zusammenschieben, die Schaufel beladen, in die Scheibtruhe leeren, bis sie voll war; anschlie\u00dfend mit der vollen Scheibtruhe zum Balkon, auf einen Pfosten rauf, der auf dem betonierten Rand des Balkongel\u00e4nders auflag. Oben angekommen kippen und den Schutt acht Stockwerke tief hinunterleeren. Ich ben\u00f6tigte nicht nur ordentlich Kraft, die Scheibtruhe hatte ganz sch\u00f6n Gewicht, ich musste auch viel Gleichgewichtssinn und Fingerspitzengef\u00fchl entwickeln, um den richtigen Zeitpunkt zu finden. Denn, wenn ich zu fr\u00fch dran war, dann kippte ich mir Teile des Inhalts auf den Balkon zur\u00fcck. War ich zu sp\u00e4t, bestand die Gefahr, dass die \u201eScheibtruchn\u201c oder sogar ich selbst mit hinunterflog.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Fortsetzung 3. Teil:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nebenan mauerte ein Maurer mit Gehilfen die Zwischenw\u00e4nde. In einer Pause kam er r\u00fcber, bot mir eine Zigarette an und wir standen auf dem Balkon und schauten den Menschen bei ihren Alltagsgesch\u00e4ften zu. Immer wenn Frauen auf der anderen Stra\u00dfenseite vorbeigingen, gab\u00b4s einen speziellen Kommentar. Ich sagte nie etwas. Es war mir peinlich, machte nur irgendwelche Ger\u00e4usche, die man so oder so interpretieren konnte. Er wollte von mir aber eh nichts h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eOiso, waunn ich ham kumm`, dann geh ich zerst amoi unter die Dusch\u00b4, dann mach ich mir a schens koides Bia auf und dann flick i mei Oide. Danach gibt\u2019s Essen. Wos scheneres gibs net. Des is mei Belohnung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ich dachte, ich h\u00f6r\u00b4 nicht richtig. Flicken? Ich sah ihn von der Seite an.<\/p>\n\n\n\n<p>Er bemerkte es:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWos?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFlicken?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSog net, du wa\u00dft net, wos des ist!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBin mir nicht sicher!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNa pempern, schustern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAja, ist mir klar.\u201c Ich nickte. \u201eAber flicken! Hab ich noch nie geh\u00f6rt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eOba davon host du klane Nosn no ka Ahnung, gell?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Da hatte er recht. Er klopfte mir mit seiner Riesenpranke auf die Schulter.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAber des wird schon, wiast segn, wirst schon no draunkumman.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er zog noch einmal an der Zigarette, schnepfte den Stummel in hohem Bogen in die Tiefe und ging. Ratlos blieb ich zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>33 Meter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>\u201eNein, ich Arsch, so unvorsichtig sein und so schnell unterwegs sein. Volltrottel.\u201c Er h\u00e4lt sich krampfhaft am Lenkrad fest, der Sicherheitsgurt ist maximal gespannt, den Kontakt zum Fahrersitz hat er l\u00e4ngst verloren. Sein K\u00f6rper dr\u00e4ngt im Zusammenspiel mit der Schwerkraft nach oben, jetzt unten, hinaus. Aus dem Auto fliegen Sonnenbrillen, CD-H\u00fcllen, Bonbons, ein Chipsdose, Wasserflasche, Nylonsackerln und seine Umh\u00e4ngtasche ins Freie, finden ihren eigenen, ganz pers\u00f6nlichen Weg hinaus. Die Sonnenbrille hat sich auch verabschiedet.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/P1020635-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1456\" width=\"267\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/P1020635-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/P1020635-300x200.jpg 300w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/P1020635-768x512.jpg 768w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/P1020635-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/P1020635-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/P1020635-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 267px) 100vw, 267px\" \/><\/figure><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Die Bar war in einem schimmernden, kalten Blau und Neonlicht gehalten. Von allen Seiten kamen kreisende Lichter und leuchtende Strahler hinzu, die den Raum in eine zuckende und blitzende Unterwelt tauchten. Links gab es eine Sitzecke. Dort sa\u00df sein Vater. Eine junge, attraktive Frau im kurzen Minikleid rekelte sich und rieb sich an seinem Oberschenkel und streichelte seine beharrte Brust. Joshuas Vater sa\u00df breitbeinig in der Mitte, mit einer dicken Zigarre in den Fingern und einer Champagnerflasche im K\u00fchler am Tisch.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDein Alter gibt es sich noch ganz sch\u00f6n auf seine alten Tage!\u201c brummte eine tiefe sonore Stimme hinter ihm. Als er sich umdrehte, war da niemand. Nur ein Waran, der auf der Bar lag, ihn ansah und leise weitersprach.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eTja, wenn er w\u00fcsste, dass sein Sohn hier w\u00e4re, dann w\u00e4re ihm das wohl peinlich, was?\u201c Joshua stand da als kleiner Junge in kurzen Hosen und wusste nicht, ob er mit dem Waran wirklich reden sollte. Als eine Art Zwischenl\u00f6sung nickte er vorsichtshalber.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWei\u00dft du mein Kleiner, mit deinem Alten nimmt es kein gutes&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>leises Suuur\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e&#8230;Ende\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Dein Alter will dir die Firma \u00fcbergeben, aber er glaubt&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Etwas lauteres Suuur. Suuur.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie von der Tarantel gestochen, h\u00fcpft Joshua auf und sieht auf die Uhr. 9.15 Uhr. Verdammte Schei\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr lautes und aggressives Suuur.<\/p>\n\n\n\n<p>Joshua tapst zur Konsole, dr\u00fcckt drauf. Er h\u00f6rt, dass die Verbindung zustande kommt, unterbricht aber die Bildverbindung.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJoshua\u201c eine schneidige, scharfe Stimme bellt aus der Konsole. Am Monitor an der Wand ist nur ein Rauschen zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJa Vater? Ich bin hier\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDu solltest l\u00e4ngst in der Besprechung\u2026Wo bist du?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJa \u2026 hier Vater\u2026tut mir leid, ich wei\u00df, \u00e4h \u2026aber ich hatte noch \u2026\u00e4h\u2026 ein wichtiges sozusagen Gespr\u00e4ch zu f\u00fchren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKannst du das nicht auf dem Weg hierher f\u00fchren? Wo bist du \u00fcberhaupt, ich seh\u00b4 dich nicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJa eben, das hat \u2026\u00e4h\u2026 alles verz\u00f6gert, irgendwas funktioniert&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJoshua?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e&#8230; mit der Technik nicht&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hast du etwas schon wieder verschlafen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201enicht&#8230;Was? Nein, bestimmt nicht, sicher nicht, echt ich schw\u00f6re.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSohn l\u00fcg mich nicht an. In 15 Minuten bist du da.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Leitung war schon tot. Das konnte sich nie ausgehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>47 Meter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Warum ihm gerade jetzt diese Episode aus einer seiner Kurzgeschichten einfiel? Wusste er nicht, in seinen letzten Sekunden! W\u00e4re es nicht angebracht, sich auf den Flug und dessen Ende zu konzentrieren? Aber nein, wohl besser so. Es schweift ab, das bl\u00f6de Gehirn, das wei\u00df schon, was es tut. Er h\u00e4ngt in den Gurten und ist traurig dar\u00fcber, was er alles nicht mehr machen kann; aber nur einen Bruchteil.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Fortsetzung 4. Teil &#8230;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Viel wichtiger ist eine andere Funktion von Folter, die der \u201e\u00f6ffentlichen Nicht\u00f6ffentlichkeit\u201c. Kein Staat gibt zu, zu foltern und dennoch ist allen klar, dass gefoltert wird. In 142 L\u00e4ndern wird gefoltert, in vielen davon systematisch. Kein Rechtsgut ist so hoch, wie das Verbot der Folter. 155 Staaten haben die Anti Folter Konvention vor mehr als 30 Jahren unterzeichnet und dennoch bleibt Folter endemisch.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1020644-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1462\" width=\"184\" height=\"275\" srcset=\"https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1020644-683x1024.jpg 683w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1020644-200x300.jpg 200w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1020644-768x1152.jpg 768w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1020644-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1020644-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1020644-750x1125.jpg 750w, https:\/\/gulis.at\/schreiben\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1020644-scaled.jpg 1707w\" sizes=\"(max-width: 184px) 100vw, 184px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Oft h\u00f6rt man, dass es Folter gibt, weil der Staat Informationen erhalten m\u00fcsse, um sich vor Rebellen, Terroristen und anderen Feinden zu sch\u00fctzen und um deren klandestine Pl\u00e4ne zu durchkreuzen. Einst war Folter ja sogar Teil des Rechtssystems, um Gest\u00e4ndnisse zu erhalten. Das alles mag f\u00fcr fr\u00fchere Epochen gegolten haben, wird aber angesichts der technischen M\u00f6glichkeiten der \u00dcberwachung und Verfolgung immer irrelevanter. Im Rechtssystem ist jeder Anschein von Folter mittlerweile kontraproduktiv, da ein Gest\u00e4ndnis unter Folter vor Gericht nicht g\u00fcltig ist.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Oppositionelle, politische Aktivist*innen und Angeh\u00f6rige wissen, dass in Haft unmenschlicher Behandlung und Gewalt angewendet wird und es keine M\u00f6glichkeit gibt, gegen die absolute Herrschaft w\u00e4hrend der Folter, mit willk\u00fcrlicher Verhaftung verbunden und mit der totalen Macht \u00fcber den Verhafteten, anzukommen. Diese Abschreckungsfunktion ist ein wirkm\u00e4chtiges Mittel, um Macht und Status Quo aufrecht zu erhalten und die Bev\u00f6lkerung von Widerstandsaktivit\u00e4ten abzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Folter hat System. Es gibt die geeigneten R\u00e4umlichkeiten (Gef\u00e4ngnisse, Keller, Milit\u00e4rlager, Camps). Es braucht die entsprechenden Berufe (B\u00fcrokraten, Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter, Juristen, \u00c4rzte, Psychologen und jeweils *innen), die das System st\u00fctzen und weiterentwickeln. Selbst die Wissenschaft, Forschung, medizinische Begleitung und Bildung arbeiten an der Folter mit. Die Foltermethoden haben sich mit den Jahren weiterentwickelt und sind \u201eeffektiver\u201c geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ziel der Folter ist nicht die T\u00f6tung, sondern die Traumatisierung und psychische und physische (Zer-)st\u00f6rung der Inhaftierten, denn sie sollen ja als lebende Beispiele der Auswirkungen von Folter \u201eweiter wirken\u201c und entlassen werden. \u00c4rztliche Begleitung ist daher essentiell, um die Grenzen des Ertragbaren auszuloten, damit die \u201eBehandelten\u201c gerade nicht sterben. Die US-amerikanischen Milit\u00e4r und Geheimdienste haben im Zuge ihres \u201eWar on Terror\u201c unter anderen \u201eFolter mit Musik\u201c entwickelt. Inhaftierte wurden Tag und Nacht extrem laut mit Musik beschallt, zumeist noch dazu mit aggressiver Musik aus dem Bereich der verschiedenen Unterarten von Hard Rock und Metal (Trash, Metal-Core usw.) Musik.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit den 1970er wei\u00df man, dass es gezielte und strukturelle Ausbildungen zum Folterer gibt. Quer \u00fcber den Globus konnte nachgewiesen werden, dass es in Polizei- und Milit\u00e4reinheiten oder entsprechenden staats\u00e4hnlichen Strukturen, wie in Guerillaeinheiten, Rebellentruppen und Terrororganisationen eine \u2013 nach bestimmten Regeln vorgenommene \u2013 Rekrutierung und ein ausgefeiltes Curriculum gibt, um die verschiedenen Stufen zu erlangen, um am Ende Folterer zu werden. Quasi die Masterausbildung.<\/p>\n\n\n\n<p>Folterer als krankhafte sadistische Einzelt\u00e4ter zu sehen, greift zu kurz. Ausgangspunkt ist eine milit\u00e4rische Drill-Grundausbildung, in der Voraussetzungen gekl\u00e4rt und geschaffen werden, um sp\u00e4ter einmal Folterer zu werden. Meist sind es junge M\u00e4nner, oft zwangsrekrutiert, vielfach aus problematischen Familienverh\u00e4ltnissen stammend, die mit Gewalt aufgewachsen sind und ein geringes Selbstwertgef\u00fchl besitzen. W\u00e4hrend der Ausbildung sind sie mit extremen Schikanen konfrontiert und es werden von ihnen Leistungen verlangt, die sie gar nicht erbringen k\u00f6nnen. Versagen sie, werden sie geschm\u00e4ht, bestraft, verunglimpft. Erniedrigung und Kr\u00e4nkung sind ein Teil des Lehrplans.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderer Baustein der Ausbildung ist es, die bedingungslose Unterordnung und den Gehorsam gegen\u00fcber den herrschenden Regeln und Kommandierenden zu erlernen. Die Rekruten werden auf eine Nummer, auf ein Kollektiv (Gruppe, Zug, Kompanie) reduziert. Ihre sprachliche Entwicklung wird gehemmt, durch Corps-Befehl-Sprache und kurzen, knappen, gleichlautenden Antworten (Yes Sir, No Sir), auf Reime und Ges\u00e4nge. Damit werden sie ihrer Individualit\u00e4t beraubt und in ihrem Denken gleichgeschaltet. Um das alles durchzustehen, zu erlernen, \u2013 so ganz nebenbei und in steigender Intensit\u00e4t \u2013 bedarf es der sogenannten Dissoziation \u2013 dem Auseinanderfallen von psychischen und physischen Vorg\u00e4ngen. Dies ist die Voraussetzung, um Grausamkeiten und die v\u00f6llige Losl\u00f6sung von menschlichen Regungen zum eigenen Handeln (Ausf\u00fchren von Folterhandlungen) einzu\u00fcben. Mitleid wird sukzessive abtrainiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Als abschlie\u00dfender Faktor ist die Belohnung wichtig. Die, die durch die H\u00f6lle gehen und sich ihrer w\u00fcrdig erweisen, denen winkt die \u201eAuserw\u00e4hltheit\u201c. Die oft aus unterprivilegierten, armen Schichten stammenden, erhalten von Stufe zu Stufe Gratifikationen, werden zu etwas besonderem, erhalten Status, sind Teil einer \u201egro\u00dfen Familie\u201c, geh\u00f6ren einer Kriegerkaste an, die geehrt und gesch\u00e4tzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Den US-Marines wird w\u00e4hrend ihrer Ausbildung folgender Spruch, bei dem der Drill-Instruktor auf seine Genitalien und sein Gewehr zeigt, beigebracht: \u201eMeine Waffe ist dies, mein Gewehr ist das; die ist zum Killen und der macht Spa\u00df!\u201c \u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>62 Meter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vor Jahren hatte er den Artikel gelesen und war erstaunt, wie man so etwas Grausames so n\u00fcchtern analysieren kann und wie man etwas so Sch\u00f6nes wie Musik so missbrauchen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie lange geht das noch, wie tief kann man denn eigentlich fallen? Es m\u00fcsste doch eigentlich bald aus sein, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendetwas war auf dem Spielfeld passiert. Es gab eine Rudelbildung. Die unaufmerksame Tante Anna \u2013 sie interessierte sich nicht wirklich f\u00fcr Fu\u00dfball \u2013 war pl\u00f6tzlich hellwach, sah auf das Feld, sondierte blitzschnell die Lage, z\u00f6gerte daraufhin keine Sekunde, sprang auf und lief aufs Feld. Den Schirm hatte sie von einem Accessoire zu einer Waffe umgewandelt, mit der sie schwingend auf die streitenden, balgenden Kicker zulief.<\/p>\n\n\n\n<p>Tante Anna machte keine Gefangenen. Sie hieb und stach auf die Raufenden ein. Der Raufhandel war schnell zu Ende. Die einen waren froh, dass Tante Anna dazwischen gegangen war, die anderen waren so \u00fcberrascht \u00fcber den fremden \u2013 noch dazu weiblichen \u2013 W\u00fcterich, dass alle voneinander ablie\u00dfen. Die am Boden Liegenden rafften sich auf, die Spieler beruhigten sich gegenseitig.<\/p>\n\n\n\n<p>Tante Anna straffte ihre Schultern, wandelte ihre \u201eWaffe\u201c wieder in ein Accessoire um und stolzierte vom Platz. Ganz einer Lady gleich, die ihren Einkauf beendet hatte, setzte sich auf die Bank, rauchte sich eine an und nahm das Gespr\u00e4ch wieder auf. Sie rauchte im \u00dcbrigen immer Falk.<\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal kam es vor, dass irgendwo in der N\u00e4he der Sitzb\u00e4nke ein Foul gegen einen unserer Spieler begangen wurde. Auch da verwandelte sich Tante Anna in eine Furie. Sie sprang auf, klammerte sich an die Eisenrohre, die als Gel\u00e4nder fungierten und schrie in kreischender, rauchiger, sich \u00fcberschlagender, aber sehr lauter Stimme, Unfl\u00e4tiges hinein. Vieles, was aus ihrem Mund zu h\u00f6ren war, konnte man nicht wiedergeben, aber \u201eheast Deppata! I hau das Kreiz o\u201c w\u00e4re wohl gerade noch erlaubt. Das Gem\u00e4cht des \u00dcbelt\u00e4ters \u2013 und was sie damit machen w\u00fcrde \u2013 spielte dabei eine gro\u00dfe Rolle. Die Spieler \u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>66 Meter<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schreibkraft #36\/37: Ordin\u00e4r Klaus ist an diesem Tag, an dem das alles geschieht, 38 Jahre, 142 Tage und 10 Stunden alt. Am Donnerstagabend letzter Woche entschied er sich, f\u00fcr einige Tage in den S\u00fcden zu verreisen. Das tut er \u2013 wenn es die Arbeit erlaubt \u2013 mindestens einmal im Jahr. 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