66 Meter

Schreibkraft #36/37: Ordinär Klaus ist an diesem Tag, an dem das alles geschieht, 38 Jahre, 142 Tage und 10 Stunden alt. Am Donnerstagabend letzter Woche entschied er sich, für einige Tage in den Süden zu verreisen. Das tut er – wenn es die Arbeit erlaubt – mindestens einmal im Jahr. Meist, wenn der Frühling Einzug …

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Andrej

Ursula* legt Fotos von Andrej und den anderen spielenden Kindern und der Pension, in der sie heute war, auf den Tisch. Es ist ein heißer Frühsommertag und die späte Nachmittagsonne ist gerade hinter dem gegenüberliegenden Hausdach verschwunden, auf dem wieder einmal eine Krähe sitz. Ich glaube, es ist immer die gleiche, die uns beim Arbeiten …

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Interkulturelle Öffnung und Diversity Management

Fachbeitrag für das Projekt „Spielsucht – die stille Sucht“ des Vereins Jukus. Begriffe, wie im Titel genannt, sind seit etwa 1994, als die Diskussion um Interkulturelle Öffnung von Sozialen Diensten in Deutschland durch Stefan Gaitanides (1995) und Wolfgang Hinz Rommel (1994) gestartet wurde, im deutschsprachigen Raum eingeführt. Etwas verspätet wurde die Debatte in Österreich aufgegriffen …

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Verschwundene Orte 5: Österreichische Residenz, Bogota, Kolumbien

Die geografische Widerherstellung eines kurzen Eindrucks im Gehirn nimmt Zeit in Anspruch. Denn wir waren nur kurz im Zimmer, abladen, Toilettengang, Hände waschen. Dann wieder runter, in die Küche, sind am Tisch gesessen, haben einen Snack zu Abend gegessen, getrunken und mit meinem Schwager geplaudert. Doch jetzt plagt mich schon der Jetlag, es ist 3 …

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Titanic Syndrom

Gesundheit hat Bleiberecht Hg. Eva Rasky Gesundheit und Migration Festschrift der Marienabmulanz, 2009 Ich möchte meinen Beitrag mit einem Gleichnis beginnen, das ich anlässlich einer Konferenz – erzählt von Manuel Carballo[1] – hörte. Er sprach über die Titanic und nahm sie als Metapher für die meisten europäischen Gesundheitssysteme und deren Umgang mit armen Menschen. Die …

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Der heilige Gral?

Wissenschaft in Zeiten der Corona Pandemie Das Problem besteht schon seit längerem. Nur bisher hat es kaum jemanden interessiert. Die Corona Pandemie jedoch rückte es ins Zentrum der Aufmerksamkeit, dadurch wurde es deutlicher.   Die Rede ist vom problematischen Umgang der Medien und Öffentlichkeit mit Wissenschaft und dem damit vermittelten Bild, was Wissenschaft sei. Einige …

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Wissenschaft in Zeiten…

… der Corona Pandemie Zweitens, die Medien, alle – ob öffentlich oder privat, digital oder analog, alternativ oder Mainstream, mit oder ohne dahinter liegender politischer Agenda – setzen oder wollen auf die Wissenschaft, auf den/die Expertin setzen. Entweder versuchen die Machthaber ihre Entscheidungen zu legitimieren oder – seitenverkehrt – versuchen Oppositionelle deren Politik zu delegitimieren. …

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Verschwundene Orte 4: Babenbergerstraße

Die Gegend in der der Marienplatz lag, war mir wenig vertraut. Sie war auch nicht sehr einladend. Das langgestreckte Bürogebäude der Arbeitsmarktverwaltung (AMV), wie das Arbeitsmarktservice damals noch hieß, gab es schon. Gegenüber der AMV standen einige alte Häuser, die nach den Kriegsschäden, da diese rund um den Bahnhof besonders schlimm ausgefallen, wieder renoviert worden waren. Es folgte ein Bretterzaun.

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Alles Einzelfälle!

Schreibkraft #34: Geht´s noch? 2.1.2019: Mir geht’s nicht gut, von wegen ein paar Ferientage; ausspannen und so. Das Gegenteil ist der Fall. Bin erledigt und hab´ Fieber, um 17 Uhr waren es 38,5° – was ist das jetzt wieder, hört das nie auf? „Wir würden gerne einige Umplanungen vornehmen, geht das?“ Die Wohnungsmaklerin bleibt entzückend …

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Zur Almruh – Ein Theaterfragment

Gastspiel Gruppe Dagmar mit „zur Almruh“ im Dachbodentheater 2.0 in Bruck Ein abgelegener Berggasthof, „Zur Almruh´“ irgendwo in der Welt. Dort sind Asylwerber untergebracht – oder Asylanten – oder Flüchtlinge, oder wie die auch heissen. Die sind vom Ministerium da rauf geschickt worden und die Wirtsleut´ versorgen sie. Das Land beaufsichtigt das alles, damit nichts …

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Sturm Echo Nr.357

Kunstschuss Wenn das kein Kopfballungeheuer ist! „Papa, der Mann hat einen Fußball als Kopf. Wie isst´n der?“ „Der isst nicht, der schießt Tore, das reicht.“ Einen Horst Hrubesch, für den der Begriff erfunden wurde, hatten wir nie, aber einige gute Kopfballstürmer; den Robert Kaiser, den Harry Krämer, den Roman Kienast. Der Klemen Lavric erzielte das …

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